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Die Stadtwerke im Prüfungsstress : Das Energieunternehmen wird umgekrempelt

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Fachleute krempeln Quickborner Energieunternehmen um und entdecken keine Lücken in Sicherheit und Arbeitsschutz.

Quickborn | Zum dritten Mal in 15 Jahren haben die Stadtwerke Quickborn ihre Leistungsfähigkeit auf den Prüfstand gestellt und von externen Fachleuten beurteilen lassen. Ziel ist ein möglichst hoher Standard im technischen und Sicherheitsbereich. Nach dem erfolgreichen Check endete die Zertifizierung gestern mit der Übergabe einer Urkunde für das Technische Sicherheitsmanagement in den Sparten Gas, Wasser und erstmals auch Strom. „Damit wurde dem Unternehmen eine sichere, wirtschaftliche und umweltfreundliche Versorgung bestätigt“, sagte Sven Bäumler, Bereichsleiter Technik und Netze.

Ein Expertenteam aus Vertretern des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfachs (DVGW) und des Forums Netztechnik/Netzbetrieb im VDE „hat uns drei Tage lang auseinandergenommen“, so Bäumler. Im Mittelpunkt standen dabei Fragen der Sicherheit für den Kunden und die Mitarbeiter. Wie werden Störungsabläufe bearbeitet, wie verhindert das Unternehmen einen Blackout, also den totalen Stromausfall, sind die Servicetechniker so gut aus- und fortgebildet, dass sie auf jede Situation fachkundig reagieren können? Fragen wie diese wurden durch die externen Fachleute beantwortet. „Der Kraftaufwand für diese Überprüfung ist für ein Unternehmen enorm hoch, zumal es darum geht, die Optimierung anschließend auch mit Leben zu füllen“, sagte Bäumler.

Für ihn steht allerdings außer Frage, dass sich der Einsatz lohnt. Die Stadtwerke seien in den Abläufen heute besser und strukturierter als bei der ersten Prüfung vor 15 Jahren. „Wir haben die Arbeitssicherheit optimiert und inzwischen deutlich schnellere Wiederversorgungszeiten“, so Bäumler. Auch Torsten Birkholz von der DVGW-Landesgruppe Nord, zu der die Länder, Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein gehören, bescheinigte den Stadtwerken ein effizientes Sicherheitsmanagement. Die Urkunde könne er guten Gewissens überreichen, sagte er. „Wir werfen einen Blick von außen auf das Unternehmen und sehen, wie sicher es aufgestellt ist“, so Birkholz.

Dazu gehöre auch eine Überprüfung der Fremdfirmen, die regelmäßig für die Stadtwerke im Einsatz seien, außerdem die Frage nach der Sicherheit der Fahrzeuge und der Qualität der Werkzeuge. „Das ist ein lebendes System, denn die Urkunde ist jeweils an eine Person gekoppelt. Wenn sie das Unternehmen verlässt, wird ein neues Verfahren auch vor Ablauf der Fünf-Jahres-Frist nötig“, sagte Birkholz. Fünf Jahre – nach dieser Zeit läuft das Zertifikat aus und ein Unternehmen muss sich entscheiden, ob es sich der Überprüfung erneut stellt. Zwingend notwendig ist das nicht, das System setzt auf Freiwilligkeit. Die Stadtwerke Quickborn versorgen 20  000 Privat- und Gewerbekunden unter anderem in Quickborn, Hemdingen und Bevern. Das Unternehmen beschäftigt 40 Servicetechniker, die auch alle im Bereitschaftsdienst tätig sind.

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erstellt am 30.Mai.2017 | 12:00 Uhr

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