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Halstenbek/Hamburg : Das Ende des Dornröschenschlafs

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Der S-Bahngeschäftsführer aus Hamburg stellt Pläne der neuen Abstellanlage am Schützenplatz für 2016 vor.

shz.de von
erstellt am 23.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Ein mehr als 50 Jahre brach liegendes Gelände erwacht aus dem Dornröschenschlaf. Das ehemalige Güterbahnhofsgelände unweit des Halstenbeker Schützenplatzes soll ab Ende 2016 zur S-Bahnabstellanlage wiederbelebt werden (diese Zeitung berichtete).

Als Abstellplatz für insgesamt 26 S-Bahnzüge, die morgens um 4 Uhr starten und bis spätestens um Mitternacht wieder einlaufen – um anschließend gereinigt werden. Vitalität für die Mobilität. 365 Tage im Jahr. Mitten im Wohngebiet. Die Vorstellung der Pläne während der Sitzung des Bauausschusses lockte mehr als 100 Bürger, meist Anwohner, in den Mensa der Schule an der Bek. Im Fokus: Jan Schröder, Technischer Geschäftsführer der S-Bahn Hamburg.

Investition in Höhe von 450 Millionen Euro

Insgesamt 450 Millionen Euro investiert die Bahn in den kommenden fünf Jahren in den Schienennetzausbau, in die Linienverdichtung und den Kauf von 68 neuen Zügen. Der Verkehrsvertrag zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein – gültig von 2018 bis 2033 – gebe Planungssicherheit, so Schröder. „Und ist ein Auftrag für die Verbesserung des Angebots.“ Dazu gehöre auch die Modernisierung der Werkstätten und die Schaffung von zusätzlichen Abstellplätzen.

Warum ausgerechnet in Halstenbek? Dort, wo es Ende 2016 nach knapp einjähriger Bauzeit der Anlage ohne Halle sowie für zwei Hochbauten (Aufenthaltsraum für Lokführer und das Gleitstromwerk) sowie von insgesamt 35 neuen Park & Ride-Plätzen losgehen soll? Diese entscheidende Frage stand im Mittelpunkt der um ihre Lebensqualität besorgten Bürger. Schröder versicherte, dass „seit 2008 intensiv nach Alternativflächen gesucht worden sei. Fündig geworden seien die Verantwortlichen an vier Stellen: auf der Fläche des Ortsgüterbahnhofs Eidelstedt sowie der dort angrenzenden Fläche am Kronsaalsweg und auf der Fläche des AKN-Güterbahnhofs Stellingen – und eben in Halstenbek.

Bürger fordern offene Karten

Die Angst der Menschen vor Lärm und Lichtsmog durch den Betrieb versuchte Schröder zu nehmen: „Es gibt sehr strenge Lärmschutzverordnungen, die von der EU festgelegt werden. Die Bahn hält die gesetzlichen Vorgaben ein.“ Auch die Furcht davor, dass aus der Abstellgleisanlage in Halstenbek ein Ausbesserungswerk werden könnte, dass Menschen nachts geweckt würden, wenn die Bundespolizei auf Graffiti-Sprayer-Jagd geht, dass Müllfahrzeuge die Nacht zum Tag machen, dass nächtliche Anfahr- und Bremsgeräusche zu seelischen Schäden führen könnten, versuchte Schröder zu nehmen. Der Geschäftsführer bot Bürgern und Ausschuss-Mitgliedern an, mit ihm gemeinsam eine neue Abstellanlage zu besichtigen.

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