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Aus dem Sozialausschuss : Das Ehrenamt in Hasloh wird koordiniert

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Mitglieder empfehlen Kay Löhr einstimmig als Leiter des örtlichen Willkommensteams.

Hasloh | Bisher übernahmen Anne Worthmann (CDU) und Beate Haines (SPD) die Koordination der Flüchtlingshilfe in Hasloh. „Wir haben extrem viel Zeit investiert und es ist einfach zu viel. Wir haben zu viele Sachen gleichzeitig laufen“, sagte Worthmann während der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses am Donnerstagabend im Dörphus.

Wie auch bereits andere Gemeinden des Kreises Pinneberg entschied der Ausschuss einen Koordinator für die ehrenamtlichen Helfer zu bestellen. Einstimmig empfahlen die Mitglieder dem Gemeinderat, Kay Löhr (FDP) diesen Posten zu übertragen. Laut Worthmann ist er seit Beginn dabei und hat unter anderem die Webseite des Willenkommensteams Hasloh gestaltet. „Er betonte mir gegenüber, dass er Politik und dieses Projekt trennen möchte“, erklärte Worthmann. Schwierig sei bisher gewesen, die Arbeit des Willkommens-Teams und die Aufgaben der Verwaltung abzugrenzen. „Natürlich muss es eine enge Zusammenarbeit mit dem Sozialausschuss und der Verwaltung geben. Doch wir müssen klären, wer für welche Aufgaben zuständig ist“, betonte die Ausschussvorsitzende.

Dass ein Koordinator für die Gemeinde enorm wichtig ist, war auch für die Ausschussmitglieder klar. „Es muss jemanden geben, der alle Aktivitäten koordinieren kann“, sagte Marie-Christin Lassé (FDP). Löhr baut derzeit ein Team um sich auf. „Ich bin selbstständig und kann momentan schauen, wie ich alles planen kann. Ich habe auch schon jemanden, der mir helfen kann, jedoch möchte ich den Namen noch nicht nennen, da noch nicht alles geklärt ist“, sagte Löhr. Besonders sein tatkräftiger Einsatz bei den Umbauten im Hasloher Kirchengemeindehaus wurde gewürdigt. „Kaum war er da, lief es und jetzt ist das Ding fertig“, sagte Worthmann.

Der Ausschuss stimmte dafür, dass das Koordinationsteam in Zukunft die Umbauten leiten soll. „Wenn wir jemanden vor Ort haben, der alles managen kann, wäre das für die Sache sehr förderlich“, sagte Horst Rühle (CDU). Löhr betonte jedoch, dass die Suche sowie die Anmietung von Unterkünften nicht Sache des Koordinationsteams sein könne. Dies sollen in Zukunft weiterhin die Verwaltung sowie der Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD) übernehmen.

Laut Worthmann sei die Arbeit des Koordinators nicht ohne eine Aufwandsentschädigung zu bewerkstelligen. „Pro Flüchtling erhalten wir eine Integrations- und Aufnahmepauschale von bisher 1000 Euro. Ab März werden es 2000 Euro sein“, erklärte Worthmann. Sie schlug vor, Löhr und sein Team aus diesem „Topf“ eine Aufwandsentschädigung zu zahlen. Die Höhe ist jedoch noch nicht klar. „Wenn wir keine Aufwandsentschädigung anbieten, bricht uns das Team wieder weg“, appellierte Worthmann an die Ausschussmitglieder, die auch diesem Vorschlag einstimmig folgten.

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erstellt am 08.Feb.2016 | 13:00 Uhr

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