Das DRK braucht selbst Hilfe

Unterstützung gesucht: Ursula Hoege (links) und Vorsitzende Verena Wehde vom DRK Halstenbek hoffen auf neue Helfer.
Unterstützung gesucht: Ursula Hoege (links) und Vorsitzende Verena Wehde vom DRK Halstenbek hoffen auf neue Helfer.

Der Ortsverein Halstenbek sucht stellvertretenden Vorsitzenden ab 2019 / Blutspendeteam braucht neue Leitung und Unterstützung

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31. Juli 2018, 16:00 Uhr

Es war im April 2016, als das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Halstenbek nach einjähriger Suche endlich einen neuen Vorstand bekam. Vor zwei Jahren. Jetzt wird wieder gesucht: Die zweite Vorsitzende gibt aus persönlichen Gründen ihr Ehrenamt auf. Die Vorsitzende Verena Wehde sucht einen Nachfolger.

„Primär suchen wir ein Mitglied des Vorstandes“, erläutert sie. „Die wahrgenommenen Aufgaben innerhalb des Vorstandes richten sich danach, was die Person mitbringt und was sie gern machen möchte.“ Zwar seien im Vorstand eigentlich noch genügend Menschen, doch der geschäftsführende Vorstand bestünde nach dem Weggang nur noch aus zwei Personen. „Das ist deutlich zu wenig“, sagt Wehde. Fände sich kein Neuer, laufe das DRK Halstenbek Gefahr, schließen zu müssen.

Im großen Raum der DRK-Begegnungsstätte in der Schulstraße turnen gerade mehrere Menschen im Kursus „Gymnastik für junge Senioren“ – trotz des Hitzerekords. Wehde sagt: „Unsere älteste Teilnehmerin ist 90 und macht Sport bei 30 Grad. Das zeigt doch: Die Leute kommen gern hier her.“ Sie fügt an: „Wenn wir zumachen müssten, wär’ das traurig.“ Mehr als 15 Kurse laufen pro Woche in der DRK-Begegnungsstätte (siehe Infokasten) – für viele ein willkommener Anlaufpunkt.

Etwa 30 ehrenamtliche Helfer sind im DRK Halstenbek aktiv – zusätzlich zum Vorstand. 520 Mitglieder hat der Ortsverein insgesamt. Einen neuen stellvertretenden Vorsitzenden konnte Wehde trotzdem bisher nicht finden. „Es gab nur einen Interessenten“, sagt sie. Ob der tatsächlich den Posten übernehmen würde, stehe jedoch noch nicht fest. „Wir brauchen dringend Leute, wir müssen uns ergänzen“, erläutert Wehde. Zu den Aufgaben des Vorstands gehört eine monatliche Sitzung sowie die Finanzen, die Veranstaltungsorganisation und die Betreuung der Ehrenamtlichen. „Was jemand an Fähigkeiten für den Vorstand mitbringt, da sind wir ganz offen“, sagt Wehde.

Doch nicht nur dafür werden neue Helfer gesucht: Auch das Blutspendeteam sucht neue Mitglieder und eine neue Leitung. „Das ist eine originäre Aufgabe des DRK“, sagt Wehde. „Und es ist ein dankbarer Job, weil die Menschen, die herkommen, die Arbeit des Teams wirklich zu würdigen wissen.“ Mit der Blutabnahme hat das nichts zu tun – das erledigt ein professionelles Team vom Blutspendedienst Nord-Ost. Die Aufgabe des DRK besteht darin, die fünf Termine im Jahr zu organisieren und Snacks für die Spender parat zu halten. „Das wird im Moment sehr aufwendig gemacht mit schön gedeckten Tischen“, erläutert die DRK-Pressesprecherin Ursula Hoegen. Wehde ergänzt: „Das muss aber nicht so bleiben. Das ist ganz frei gestaltbar.“ Etwa anderthalb Tage dauern die Vorbereitungen für die Blutspende. Diese findet immer von 15 bis 19.30 Uhr statt. 90 bis 100 Spender sind pro Termin dabei. „Die Leute kommen gern“, sagt Hoegen. Auch wenn die Zahl wie überall sinkt.

Freuen würden sich die beiden über Jüngere. Damit meinen sie die Generation 65 plus. „Die sind gerade im Ruhestand und hätten Zeit, etwas zu machen“, erläutert Wehde. „Aber gerade die Jüngeren tun sich schwer.“ Verstehen könne sie das nicht. „Man bekommt eine Menge zurück, wenn man ein Ehrenamt macht“, weiß sie. „Und wir bieten etwas für jeden.“

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