Schenfeld : Das Casino bekommt ein neues Gesicht

Auch die Roulette-Tische bekommen einen neuen Platz. Michael Müller ist für die Spielaufsicht zuständig.
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Auch die Roulette-Tische bekommen einen neuen Platz. Michael Müller ist für die Spielaufsicht zuständig.

Der Standort im „Stadtzentrum“ in Schenefeld ist gesichert. Der Spieltempel wird in den kommenden Wochen komplett umgebaut.

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24. Juli 2014, 12:00 Uhr

Schenefeld | Das Casino bleibt in Schenefeld – und will einen höheren Millionenbetrag in die Renovierung der Räume im „Stadtzentrum“ stecken. Das hat Matthias Hein, Geschäftsführer der Landes-Spielbanken, die außer in Schenefeld noch in Lübeck, Kiel, Flensburg und auf Sylt Spielbanken betreiben, gegenüber dieser Zeitung bestätigt.

In der jüngsten Vergangenheit hatte sich der Geschäftsführer bedeckt gehalten, was die Zukunft des Etablissements angeht. Ein möglicher Neubau an anderer Stelle stand im Raum. Nicht nur die hohen Energiekosten nannte Heyen eine große Belastung. Auch der Beitrag an die Werbegemeinschaft in dem Einkaufszentrum war ihm zu hoch. Dazu kam die Tatsache, dass die Besucher nicht mehr wie früher kostenlos parken können. Leicht haben es die Casinos heute ohnehin nicht mehr. Nicht nur in Schenefeld sind die Erträge seit Jahren rückläufig. Daher auch der Umbau.

Nun sei man in den letzten Zügen, mit dem Eigentümer einen neuen Mietvertrag abzuschließen. Der war eigentlich schon im vergangenen Jahr nach 15 Jahren abgelaufen, sagt Hein. Der Versuch, mit der Immobiliengesellschaft Berlinovo zusammen zu kommen, ziehe sich schon mehrere Monate hin. Hein hält sich zwar zurück, was die Details angeht, lässt aber anklingen, dass die Verhandlungen zäh verliefen. „Wir hangeln uns so dahin. Aber ich habe auch bestimmte Forderungen und brauche Sicherheiten. Wir wollen ja längerfristig da bleiben.“ Nun sei man sich aber einig.

Für die Stadt Schenefeld ist das Casino eine wichtige Einnahmequelle. Bis zu 800.000 Euro fließen jährlich in die Stadtkasse. „Der Standort ist gut“, sagt Hein. Er habe große Pläne für das Casino. Sobald der Mietvertrag mit der Immobilienfirma unterschrieben ist, will er mit den Renovierungsarbeiten beginnen. In den kommenden Wochen soll es los gehen. Derzeit werde geplant, wie die Räume genau aussehen sollen. Auf jeden Fall werde sich das Erscheinungsbild völlig verändern. Hein spricht von einem „höheren Millionenbetrag“, der investiert werden soll. „Da wird nicht nur gestrichen oder so. Das wird schon ein Knaller werden. Wir wollen etwas ganz Neues machen.“

Die Renovierungsarbeiten sollen bei laufendem Betrieb erfolgen. Vor dem Jahreswechsel will er neu eröffnen. In der Vergangenheit hatte er bereits angedeutet, dass die Neuausrichtung wohl in Richtung „Clubsino“ gehen soll. Eine ansprechendere Bar und Lounge und regelmäßige Veranstaltungen sollen wieder mehr Kunden in den Spieltempel ziehen.

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