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Pinneberger Tageblatt

12. Dezember 2017 | 02:03 Uhr

Carsharing : Das Auto mit anderen teilen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Neues Geschäftsmodell im Kreis Pinneberg: Autohändler Gunther Grave von Centro Thomsen startet nächste Woche mit Carsharing.

shz.de von
erstellt am 20.Feb.2014 | 16:00 Uhr

Pinneberg/Rellingen/Halstenbek | Durchschnittlich etwa 500 Euro monatliche Fixkosten zum Unterhalt für das eigene Auto – das tut weh im Portemonnaie. Grund genug für immer mehr Menschen, auf das Statussymbol für die Mobilität zu verzichten. Und die boomende Alternative Carsharing – das Auto teilen mit anderen – zu nutzen. Gunther Grave, Chef von Centro Thomsen an Halstenbeks Stawedder, greift die Geschäftsidee auf: Ab kommender Woche stehen vorerst drei Autos für die flexible Kurz- oder Langzeitnutzung bereit.

Das Prinzip ist simpel: „Interessierte melden sich einmalig für 49 Euro für eine lebenslange Mitgliedschaft an, buchen das Auto vorab und nutzen es rund um die Uhr“, beschreibt Grave das Prinzip. Die Kosten seien überschaubar: pro Stunde zahlt der Kunde bereits ab 1,50 Euro plus 19 Cent pro zurückgelegtem Kilometer.

Seit Mitte 2013 grübelt der Ford-Autohändler an dem Projekt, das die Ford-Gruppe bundesweit bereits mit etwa 60 Händlern betreibt. Im Kreis Pinneberg hat Grave dafür drei Schwergewichte in Person der Wirtschaftsförderer an seiner Seite: aus Pinneberg Stefan Krappa, aus Halstenbek Elke Tramm und Uwe Goldt aus Rellingen. „In allen drei Kommunen werden dafür drei feste Parkplätze zur Verfügung gestellt. Dort müssen die Autos Marke Ford Fiesta abgestellt und können dort abgeholt werden“, so Grave. In der Kreisstadt wird der Wagen an der Bahnhof-Südseite (Quellental) neben dem Behinderten-Parkplatz Eingang Unterführung eingerichtet und gekennzeichnet. In Halstenbek ist ein Platz an der Shell Tankstelle/Hartkirchener Chaussee sowie in Rellingen am Rathaus/Parkplatz neben dem Taxistand vorgesehen.

Grave gibt weitere Garantien: „Der Kunde erhält immer ein von uns gereinigtes und top-gepflegtes Fahrzeug, mit dem er nur noch losfahren muss.“ Der Schlüssel für die Budget schonende Fahrlust ist eine GPS-gesteuerte, auf Mitnutzer übertragbare Chipkarte. Mit der kann das Auto geöffnet werden, um an den im Handschuhfach liegenden Schlüssel zum Motorstart zu gelangen. Entweder am Heim-PC oder mit dem Smartphone inklusive Ford-Carsharing-App kann das Auto gebucht werden.

Krappa, Tramm und Goldt sind unisono begeistert: „Wir sind immer offen für innovative Ideen und unterstützen das Pilotprojekt.“ Goldt hofft zudem auf Entspannung: „Durch die Verdichtung der Bebauung ist jeder frei werdende Parkplatz wichtig.“

Grave geht in wenigen Tagen zunächst mit drei Fahrzeugen an den Start. Ein Jahr gibt er sich für das Pilotprojekt Zeit, um über Erfolg oder Misserfolg abzuwägen. Doch letztere Alternative streicht der Autokenner aus seinem Wortschatz: „Ich bin optimistisch. Wir haben Flinkster (Bahn) als Partner an unserer Seite.“ Kann er auch: Flinkster nutzen etwa 215.000 Kunden. Dafür stehen 2800 Autos in 140 Städten zur Verfügung.

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