Von Mindestlohn bis Hartz IV : Das ändert sich 2015

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Mit Beginn des neuen Jahres treten zahlreiche neue Gesetze in Kraft. shz.de fasst die wichtigsten Novellen zusammen.

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31. Dezember 2014, 06:00 Uhr

Neues Jahr, neue Regeln: Mit Beginn des  Jahres 2015 müssen sich auch die Kreis Pinneberger auf zahlreiche Gesetzesänderungen einstellen. Die wichtigsten im Überblick:

Mindestlohn: Ab Neujahr greift der flächendeckende Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde. Bei einer 40-Stunden-Woche entspricht dies 1473 Euro brutto im Monat. Für unter 18-Jährige ohne Berufsabschluss, Auszubildende und Menschen mit Praktika unter drei Monaten gilt der Mindestlohn nicht.

Gesundheitskarte: Die neue elektronische Gesundheitskarte löst ab Neujahr endgültig die alte Krankenversicherungskarte ab, die unabhängig vom aufgedruckten Datum ihre Gültigkeit verliert.

Rentenbeitrag: Der Rentenbeitragssatz sinkt von aktuell 18,9 Prozent auf 18,7 Prozent. Er soll bis 2018 unverändert bleiben.

Krankenkassen: Der Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung sinkt ab Neujahr von 15,5 auf 14,6 Prozent. Dafür darf jede Kasse künftig einen Zusatzbeitrag erheben, dessen Höhe sie selbst bestimmt. Der Gesetzgeber verspricht sich davon mehr Wettbewerb – für die Versicherten könnte es Experten zufolge teuer werden.

Pflegeversicherung: Der Beitragssatz steigt zu Jahresbeginn um 0,3 Prozentpunkte auf 2,08 Prozent. Dafür steigen die Leistungsbeiträge aus der Pflegeversicherung um vier Prozent.  Zudem sollen zu Hause Gepflegte leichter vorübergehend in einem Heim oder von ambulanten Diensten betreut werden können. Abgesehen von Geld- und Sachleistungen können auch Tages- sowie Nachtpflege künftig  ungekürzt beansprucht werden.

Hartz IV: Die Regelsätze steigen um gut zwei Prozent. Alleinstehende erhalten somit nun einen Betrag von 399 Euro – acht Euro mehr als bislang.

Biomüll: Bundesweit muss der Biomüll künftig getrennt gesammelt werden. Ausnahme: Wer nachweisen kann, dass er alles selbst kompostiert, benötigt keine Bio-Tonne. Laut Gesellschaft für Abfallwirtschaft- und Abfallbehandlung (GAB) in Tornesch besitzen aktuell etwa 80 Prozent aller Haushalte im Kreis Pinneberg eine separate Tonne für Bio-Abfälle.

Lebensversicherung: Nach einem Verkauf von Lebensversicherungen sind die Auszahlungen beim Eintreten des Versicherungsfalls in Zukunft nicht mehr steuerfrei.

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