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Pinneberger Tageblatt

20. August 2017 | 08:22 Uhr

Daniel Mietz macht das Rennen

vom

Rellingen | Schlaflos war die Nacht von Montag auf Dienstag. Gedankenschwer wälzte sich Daniel Mietz auf seinem Kopfkissen hin und her. Denn gleich als erster, früh morgens, musste der Jugendpfleger vor einem fünfköpfigen Auswahlgremium im Rellinger Rathaus "vorsingen". Die vakante Stelle des Ortsjugendpflegers musste neu besetzt werden. "Meine Einschätzung war: Das habe ich nicht so gut gemacht." Doch da lag der 32-Jährige völlig falsch: Er hat den Job.

Gestern, 14 Uhr, im Büro von Silke Mannstaedt, Leiterin des Ressorts Bürgerservice. Quasi die Chefin des neuen Chefs. Den sie seit fast vier Jahren aufs genaueste kennt. Mietz gehört seit Oktober 2009 dem Team der Ortsjugendpflege an. Bis März 2013 gemeinsam mit Jörn Folster, der zu diesem Zeitpunkt in die Kreisverwaltung wechselte. Doch den Bonus, dass Mietz von da an die Ortsjugendpflege kommissarisch in Rellingen leitete, konnte er beim 90-Minuten-auf-Herz-und-Nieren-Gespräch nicht ausspielen.

Im Gegenteil: "Wir haben ein hoch professionelles, transparentes Bewerbungsverfahren. Daniel Mietz musste alle Fragen beantworten, auch wenn wir ihn kennen", beschreibt Mann staedt das Prozedere. Lösungen für Stress- und Konfliktsituationen erarbeiten, Themen und Konzepte analysieren, Erfahrungen einbringen und Ängste erkennen, das Rollenverständnis plausibel darstellen: Da kam auch der erfahrene Mietz ins Schwitzen.

"Ich hatte danach eine gefühlt ungesunde Selbstkritik. Aber ich war ehrlich. Und wusste: Das war ich." Mietz ist froh, dass es geklappt hat: "Es hing sehr viel davon ab: Meine Zukunft, meine persönliche Entwicklung." Jetzt gehört er dazu. Zum Team der Rellinger Verwaltung. Ein hoch professionelles, so Mietz. Die er mit seiner Persönlichkeit, mit seinen Ideen, mit seiner Durchsetzungsfähigkeit, mit seiner Menschenkenntnis bereichern will.

Mietz ist beliebt bei den Jungendlichen. Seine direkte, unverstellte, ehrliche Art - das kommt an. Seine Rolle als "Kapitän" auf dem Jugendmobil wurde geschätzt. So manche Krisenherde konnte der Pädagoge mit eiserner Disziplin und konsequentem Einsatz lösen.

Den Status quo halten und weiter ausbauen, neue Ideen einbringen - Mietz ist Feuer und Flamme. Und legt sich selbst die Messlatte haushoch: Gemeinsam mit den Kollegen Nicole Schmerse vom Jugendtreff "OASE" und Enriko Dechau als Betreuer des Jugendmobils will der neue Ortsjugendpfleger das Netzwerk mit den Schulen ausbauen, die Persönlichkeiten der Schülervertretungen an der Caspar-Voght-Schule formen, das beliebte "Survival-Respect-Camp" wiederbeleben und das grassierende Mobbing-Problem im Internet (Facebook) bekämpfen. Doch eines seiner wichtigsten Anliegen ist es, den durch Schule und All tag gestressten Jugendlichen den Druck wegzunehmen. "Entschleunigen" nennt das Mietz. Probleme gibt es viele. Mietz ist der richtige dafür, um sie zu lösen.

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erstellt am 02.Aug.2013 | 03:14 Uhr

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