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Menschen des Jahres 2013 : „Damit hätte ich nicht gerechnet“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Leser dieser Zeitung wählen Schenefelds Vorleser zum „Menschen des Jahres 2013“ im Kreis Pinneberg. „Da fehlen mir die Worte, damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet", sagte der 83-Jährige nachdem er die Auszeichnung entgegennommen hatte.

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erstellt am 03.Dez.2013 | 06:00 Uhr

Sie alle tragen dazu bei, den Kreis Pinneberg zu einem lebenswerten Ort zu machen: die sechs Nominierten dieser Zeitung für die Auszeichnung „Menschen des Jahres 2013“. Zwei Wochen lang hatten die Leser Gelegenheit, für ihren Favoriten abzustimmen. Sie wählten Georg Martinsteg aus Schenefeld.

„Da fehlen mir die Worte, damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet. Aber ich bin stolz darauf“, sagte der 83-Jährige nachdem er am Montagabend die Auszeichnung entgegennommen hatte. Das konnte Vorjahressieger Klaus Seyfert, der die Urkunde überreichte, gut verstehen: „Das man gewonnen hat, begreift man erst mit der Zeit.“

Plattdeutsche Lesungen seit sieben Jahren

Martinsteg unterhält seit sieben Jahren die Menschen in seiner Stadt mit plattdeutschen Lesungen, im kommenden April zum 100. Mal. Unterstützt wird er dabei von seiner Frau Ursula, die ihm auf die Frage, wie er sich fühle, zuflüsterte: „Da bist du glücklich, nicht?“ Sein Laudator Johann Helmut Hamke, Gründer der Elmshorner Musikergruppe „Speelwark“ sagte zu ihm: „Du hast es geschafft, das Plattdeutsche noch bekannter zu machen.“

Auch die anderen fünf Nominierten haben sich auf herausragende Weise im Kreis Pinneberg engagiert. „Da fühle ich mich vor Ihnen ganz klein“, so Paul Wehberg, Geschäftsführer des A. Beig-Verlags, als er die Veranstaltung gestern eröffnete. Er dankte allen Kandidaten für ihren ehrenamtlichen Einsatz. Dem schloss sich auch Ralf Höpfner von der Flensburger Brauerei an, die den Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag bei der Ausrichtung der Auszeichnung unterstützt. „Sie sind Vorbilder für uns alle.“

Um vorzustellen, wie vielfältig dieses Ehrenamt aussieht, verzichtete Holger Hartwig, Chefredakteur dieser Zeitung, auf eine Rede: Stattdessen befragte er die Nominierten nach ihrem Engagement.

Fast alle Nominierten waren gestern zur Preisverleihung im Veranstaltungsraum des Pinneberger A. Beig-Verlags erschienen. Einzig der Barmstedter Hans-Christian Hansen, der die Schirmherrschaft für die Typisierungsaktion zugunsten des erkrankten Adrianos übernommen hatte, konntenicht dabei sein. Panos Memetzidis aus Quickborn fördert seit Jahren die deutsch-griechische Freundschaft. Klaus Pannen gründete in Elmshorn den Verein der Freunde und Förderer des Stadttheaters und sammelte Spenden in Höhe von 500 000 Euro, um dieses zu renovieren. Der Kummerfelder Klaus Parusel ist Geschäftsführer der Bürgerstiftung Rellingen, die sich hauptsächlich für Kinder und Jugendliche in der Gemeinde einsetzt. Kirsten Wilke aus Wedel engagiert sich seit 2001 in der Hospizarbeit, seit 2006 koordiniert sie die Arbeit der Wedeler Hospizgruppe und ermöglicht Sterbenden so ein würdiges Lebensende.

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