BMX in Quickborn : Coole Stunts vor dem Jugendhaus

Stunts wie dieser brauchen Wagemut sowohl von den BMX-Künstlern als auch von den lebenden Hindernissen auf der Rampe.
Stunts wie dieser brauchen Wagemut sowohl von den BMX-Künstlern als auch von den lebenden Hindernissen auf der Rampe.

Die große Show der BMX-Fahrer vor dem Haus der Jugend hätte mehr Interesse seitens der Zuschauer verdient.

shz.de von
20. Juni 2017, 12:10 Uhr

Quickborn | Es war ein ganz großes Ereignis für Teilnehmer wie Zuschauer: Professionelle BMX-Fahrer waren am Wochenende auf Einladung der Stadtjugendpflege und des Vereins „Quickborn hilft“ bereits zum zweiten Mal in der Eulenstadt und kombinierten ihre eigene Show mit einem Workshop für den Nachwuchs. Für alle Beteiligten bedeutete das, genau hinzuhören und zuzuschauen.

Seit 2002 gibt es die Firma „Infaction“. Die Geschäftsleitung hat Marcel „Makl“ Heinrich vor zwei Jahren übernommen. Neben BMX-Workshops bietet das Unternehmen auch Trainingscamps für den Nachwuchs, Stunt-Scooter-Camps, Shows und Großveranstaltungen an. Bereits seit 20 Jahren sind die Jungs aus Köln ein fester Bestandteil der angesagten Extremsport- und Jugendkulturszene. Weitere Infos  gibt’s im Internet.

„Jeder macht nur das, was er sich auch wirklich zutraut“, sagte Marcel „Makl“ Heinrich zu 14 Jungs, die ihm gespannt zuhörten. Nachdem sich die Kinder und Jugendlichen mit den Trainern von „Infaction “ warm gefahren hatten, ging es unter der fachkundigen Anleitung von Heinrich an verschiedene Übungen und Tricks. Dabei hatte der Trainer und Geschäftsleiter von „Infaction“, ein Unternehmen für Kurse und Shows in verschiedenen Extrem- und Trendsportarten, stets ein Auge auf die Sicherheit.

„Wir wollen die Kinder von der Straße und von den Computern nach draußen kriegen. Sie sollen erfahren, was es für tolle Hobbys gibt“, erklärte Andreas Torn, Vorsitzender von „Quickborn hilft“. Außerdem wisse er durch seinen Sohn, dass das Interesse am BMX-Fahren sehr groß sei. „Aber die Kinder und Jugendlichen müssen dafür nach Hamburg oder nach Pinneberg fahren. Das ist vielen zu umständlich“, sagte Torn. Das Angebot war für alle Teilnehmer kostenlos. „Quickborn hilft“ sorgte außerdem für die kostenfreie Verpflegung der Sportler und der Besucher.

Bei dem Workshop waren alle Leistungsniveaus vertreten. Die Anfänger erhielten von den Trainern das Basiswissen zum BMX-Fahren. Besonders große Augen machten die Jungs, als Heinrich sich mit einem Teilnehmer auf die Rampe setzte und Trainer Ruben Patz mit seinem BMX-Rad über sie drüber sprang. Die erfahrenen BMXer konnten außerdem coole Tricks an der Rampe präsentieren. Gespannt schauten die Besucher ihnen zu, wie sie Backflips, Tailwips und Three-Sixtys (eine 360-Grad-Drehung) zeigten. „Es ist toll, dass die Kleineren sehen können, was beim BMX alles möglich ist“, sagte Stadtjugendpflegerin Birgit Hesse zu der bunten Mischung der Teilnehmer. Laut Andreas Torn war die Resonanz der Teilnehmer ähnlich, wie im vergangenen Jahr. „Es ist nur schade, dass wenig Interesse der Quickborner vorhanden ist“, sagte Uta Torn von „Quickborn hilft“.

Beim BMX-Sport geht es laut Uta Torn nicht um Konkurrenz. „Es geht vielmehr um das Feeling, und man schaut sich die Tricks der anderen an“. Auch Trainer Patz betonte, der spielerische Charakter stehe beim Workshop an erster Stelle. „Es geht einfach darum, Spaß daran zu haben, gemeinsam zu fahren.“

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