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Waldenau : Container für Flüchtlinge sind vom Tisch

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Pläne hatten bei vielen Waldenauern für große Empörung und auch für Unverständnis gesorgt.

shz.de von
erstellt am 03.Feb.2016 | 15:00 Uhr

Pinneberg | Das traditionelle Erntedankfest in Waldenau ist so gut wie gerettet: Die Kommunalpolitiker werden heute Abend im Pinneberger Sozialausschuss die Weichen dafür stellen. Das hat eine Anfrage von shz.de bei den Fraktionen ergeben.

Wie berichtet, hatte die Pinneberger Verwaltung vorgeschlagen, außer an der Müßentwiete auch auf der Sportanlage Jappopweg Container für Flüchtlinge aufzustellen. Dort stehen beim jährlichen Erntedankfest jedoch das Zelt und die Buden. Die traditionelle Veranstaltung, die tausende Menschen aus nah und fern anlockt, stand auf der Kippe. Die Pläne hatten bei vielen Waldenauern für große Empörung und auch für Unverständnis gesorgt.  

Der Standort soll nicht realisiert werden, heißt es jetzt in einem aktuellen Antrag der CDU, über den heute abgestimmt werden soll. Das sagte Fraktionschef Andreas Meyer. Sowohl SPD-Fraktionsvorsitzende Angela Traboldt als auch Joachim Dreher, Fraktionschef der Grünen und Unabhängigen, wollen ebenfalls einen Antrag stellen, dass die Standortfrage zurückgestellt wird. Auch FDP-Fraktionschef Werner Mende steht hinter dem Fest in Waldenau. Er schlägt außerdem vor, gegebenenfalls einen Alternativplatz für das Erntedankfest zu suchen. Uwe Lange, Fraktionschef der Bürgernahen, teilte ebenfalls mit, dass seine Fraktion gegen den Standort Waldenau stimmt.

Im Gegenzug soll die Verwaltung nun andere Flächen für das Aufstellen von Containern für Flüchtlinge prüfen. Für die CDU kämen zum Beispiel der Marktplatz, der Rodelberg und der Baumpark als Alternativplätze in Frage. Die Stadtwerke sollen zudem prüfen, ob ein Gelände vorhanden ist, das zurzeit nicht gebraucht wird.

Die Grünen schlagen das ehemalige ILO-Gelände, das Gewerbegebiet im Bereich des Kreisels gegenüber dem Famila Markt, den Parkplatz der Johann-Comenius-Schule, den ehemaligen KSP-Bungalow und stillgelegte Spielplätze als Ausweichplätze für Containerstandorte vor. Traboldt möchte, dass die Verwaltung Gespräche mit dem SuS Waldenau und dem Bürgerverein führt, die das Erntedankfest seit jeher organisieren. CDU, SPD, FDP und Grüne sprechen sich jedoch für die beiden von der Verwaltung vorgeschlagenen Container-Standorte an der Müßentwiete aus. Die Bürgernahen sind indes dagegen. Sie sehen den Spielbetrieb der Sportfreunde Pinneberg, die dort trainieren, gefährdet. 

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