Pinneberg : City schon wieder ohne Strom

Ihnen liefen eigenem Bekunden zufolge beim Stromausfall die Kunden weg: Ursula Kantek (links) und Diana Hoffmann.
1 von 2
Ihnen liefen eigenem Bekunden zufolge beim Stromausfall die Kunden weg: Ursula Kantek (links) und Diana Hoffmann.

Dritter Blackout im Stadtgebiet innerhalb weniger Wochen. Auch das Rathaus und die VR Bank waren betroffen.

Avatar_shz von
22. Juli 2014, 17:00 Uhr

Pinneberg | Blackout um die Mittagszeit: Gegen 13 Uhr fiel in Teilbereichen der Pinneberger City der Strom aus. Hunderte Anwohner waren betroffen. Geschäftsleute an der Dingstätte mussten ihre Läden schließen. Im Rathaus der Kreisstadt blieben die Computerbildschirme schwarz. Zeitgleich mussten auch Haushalte in Waldenau-Datum auf Strom verzichten. Es war bereits der dritte großflächige Ausfall innerhalb weniger Wochen.

Rückblick: Am 10. Juli waren im Quellental 7000 Kunden der Stadtwerke ohne Strom geblieben. Zwei Tage später hatten 4000 Haushalte zeitweise auf Elektrizität verzichten müssen. So recht erklären kann sich Stadtwerkechef Henning Fuchs diese Häufung von Zwischenfällen nicht. Am Alter des Pinneberger Netzes liege es jedenfalls nicht. „Es handelte sich bei keiner der Störungen um marode Leitungen“, so Fuchs. In den vergangenen 25 Jahren habe er dergleichen noch nicht erlebt. „Aber man kann eben auch mal Pech haben“, sagt der Geschäftsführer der Stadtwerke.

In der City brachte der Blackout für Ladenbesitzer Zwangspausen mit sich. Und die sorgten für Frust. „Für uns grenzt das schon an Geschäftsschädigung“, so Gerry Weber-Store-Leiterin Diana Hoffmann. Und Kollegin Ursula Kantek ergänzt: „Der Verkauf lief gerade richtig gut, als das Licht ausging. Mit einem Schlag war der Laden wie leergefegt.“ Durch den Stromausfall fielen nicht nur Kassensystem und Klimaanlage aus. Auch das Telefon war tot. „Wir konnten nicht mal jemanden um Hilfe bitten“, so Hoffmann.

Ähnlich erging es auch anderen Geschäftsleuten in der Fußgängerzone. „Aber wir kennen das ja schon“, will sich Lars Goellner vom O2-Handyshop an einen ähnlichen Vorfall erinnern. „Beim letzten Mal mussten wir fast zwei Stunden warten, bis endlich wieder etwas ging.“

Horst Alsmöller, Vorstand der VR Bank, nahm den Störfall sehr gelassen. Eine Dreiviertelstunde habe der Blackout gedauert. „Unser Notstromaggregat für die Computer hat funktioniert“, so Alsmöller. Allerdings seien die Feuerschutz-Vorhänge ausgelöst worden. Gegen 13.40 Uhr war der Strom in weiten Teilen der Innenstadt, etwa im Rathaus, wieder da. Nachdem erste Meldungen eingegangen waren, hatten sich sofort Mitarbeiter der Stadtwerke auf die Suche nach der Ursache gemacht. Für einen kurzzeitigen Blackout in Waldenau hatte Stadtwerkechef Fuchs schon am frühen Nachmittag eine Erklärung. Bei Bauarbeiten habe ein Bagger eine Leitung beschädigt. In der Folgezeit sei es zu Spannungsschwankungen gekommen. Die Ursache für den Ausfall in der City blieb zunächst unklar. „Wir bedauern diese Versorgungsstörungen“, so Fuchs. Vermutlich stünden die beiden Blackouts in keiner direkten Beziehung zueinander.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen