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Pinneberger Tageblatt

17. Oktober 2017 | 16:49 Uhr

Cessna stürzt kurz nach Start ab

vom

shz.de von
erstellt am 08.Aug.2013 | 03:14 Uhr

Heist | Ein lauter Knall hat gestern Morgen den Bereich rund um den Flugplatz Heist erschüttert. Gegen 11.40 Uhr war in einem Wald nahe des Flugplatzes - zwischen Bundesstraße 431 und der Schießanlage der Marseille-Kaserne - ein Sportflugzeug abgestürzt. Zeugen meldeten den Knall. Auch die Jungen und Mädchen des dortigen Waldkindergartens hatten das laute Geräusch gehört.

Die Suche nach dem Flugzeug gestaltete sich schwierig. Von der abgestürzten Cessna 172 fehlte zunächst jede Spur. Von einem Flugzeug des Unternehmens Air Hamburg und einem Hubschrauber der Hamburger Polizei aus wurde das Waldgebiet abgesucht. Erst 20 Minuten später entdeckte ein Rollerfahrer das Wrack der Cessna im Wald des Haselauer Moores.

Laut Maxi Wantzen von der Staatsanwaltschaft Itzehoe war die Cessna 172 von Hanse Air mit Heimatflughafen Hamburg-Fuhlsbüttel erst wenige Minuten zuvor vom nahe gelegenen Flugplatz Heist gestartet. Der Pilot habe dort 86 Liter Treibstoff getankt. Das viersitzige Leichtflugzeug habe nach dem Start zunächst am Himmel mehrere Runden gedreht, bevor nach Zeugenaussagen der Motor ausfiel: Die Cessna soll noch einige Sekunden in der Luft geschwebt haben, bevor sie wie ein Stein senkrecht herunter gefallen sei. Die beiden Insassen, nach ersten Erkenntnissen der Staatsanwältin ein älteres Ehepaar aus Hamburg, waren sofort tot. Zur Identität der Toten machten die Ermittler zunächst allerdings keine konkreteren Angaben.

Die Feuerwehr war mit schwerem Gerät zur Absturzstelle geeilt. Auch Notärzte und weitere Rettungskräfte waren am Einsatzort. Um die Leichen zu bergen, mussten Feuerwehrleute das Cessna-Wrack aufschneiden. Zunächst war von drei Insassen die Rede gewesen. Doch die Helfer suchten zwischen den Trümmern vergeblich nach einem dritten Passagier.


Technisches Hilfswerk birgt Trümmer

Die Bezirkskriminalinspektion Itzehoe und die zuständige Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig wurden in die Untersuchungen zur Unglücksursache eingeschaltet. In der Nacht zu heute sollte das Flugzeug vom Technischen Hilfswerk geborgen werden.

Der Absturz war der dritte im Umfeld des Heistmer Flugplatzes innerhalb eines Jahres. Im April war ein Ultraleichtflugzeug beim Landeanflug abgestürzt und über die Straße geschossen. Der Pilot und seine Tochter wurden verletzt. Drei Verletzte mussten im August 2012 versorgt werden. Ein Sportflugzeug war nach dem Start aus zehn Metern Höhe abgesackt.

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