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Pinneberger Tageblatt

19. August 2017 | 06:12 Uhr

Tornesch : CDU kämpft für Polizeiwache

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Jahreshauptversammlung: Neuer Vorsitzender der Christdemokraten Tornesch. Kreisvorsitzender Ole Schröder kritisiert Schließung.

Tornesch | Das größte Kompliment erhielt Daniel Kölbl direkt nach seiner Wahl zum Vorsitzenden des CDU Stadtverbands Tornesch vom Kreisvorsitzenden und Staatssekretär Ole Schröder: „Das war eine sehr gute Entscheidung für die CDU Tornesch. Daniel ist eines der größten politischen Talente, die der Kreis Pinneberg hat.“ Kölbl, der Vorsitzender der Jungen Union war, hatte nach dem Tod des CDU-Vorsitzenden Reinhard Nürnberg im November des vergangenen Jahres kommissarisch die Geschicke des Stadtverbands geleitet. Am Mittwochabend sprachen die Mitglieder ihm einstimmig das Vertrauen aus, die Tornescher Christdemokraten zu führen.

„Aus Leidenschaft und Überzeugung engagiere ich mich in der Politik. Das habe ich damals bei der Jungen Union gesagt und das ist weiterhin so“, sagte Kölbl vor seiner Wahl. Sein besonderes Augenmerk liege auf der Mitgliederentwicklung. Vor einigen Jahren habe der Stadtverband mehr als 60 Mitglieder gehabt. Aktuell seien es 48. „Ich sehe es als wichtige Aufgabe des Vorsitzenden an, die Trendwende herbeizuführen und Menschen für die Politik zu begeistern“, sagte Kölbl. Politisch wolle er für den Erhalt der Polizeiwache kämpfen. „Wir wollen eine Polizei, die vor Ort ist, die die Bürger kennt und schnell da ist, wenn sie benötigt wird“, sagte Kölbl und attackierte die Landesregierung: „Wir haben 1250 Unterschriften für den Erhalt gesammelt, aber der Innenminister meint, er hat es nicht nötig, sich mit uns auseinanderzusetzen. Das lassen wir uns nicht bieten.“ Unterstützt wird Kölbl zukünftig vom Fraktionsvorsitzenden Christopher Radon, der zum gleichberechtigten stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurde, sowie Schatzmeisterin Silke Sörensen und Beisitzer Bernd Schmidt.

„Ich finde es unglaublich, dass der Innenminister keinen Vorschlag zum Erhalt der Polizeiwache macht. Es gibt nicht nur Schwarz und Weiß, sondern viel dazwischen“, kritisierte Staatssekretär Schröder die Schließungspläne der rot-grünen Landesregierung für die Polizeiwache Tornesch. Die Dienststelle sei nicht die einzige, aber eine der größten Wachen, die von der Schließung bedroht sei. „Wer schon mal zwischen Uetersen und Tornesch im Stau gestanden hat, weiß, was für Probleme es bei der Verfügbarkeit geben wird“, mahnte Schröder und ergänzte: „Die SPD Landesregierung hat noch nicht erkannt, dass Bürgernähe für Polizeiarbeit notwendig ist.“ Der Grund für die schlechte Aufklärungsquote in Schleswig-Holstein hänge mit dem Rückzug aus der Fläche zusammen. „Niedersachsen hat eine doppelt so hohe Aufklärungsquote. Von Bayern will ich gar nicht sprechen.“ Die für die Bundespolizei beschlossene Aufstockung um zehn Prozent wünsche er sich auch für Schleswig-Holstein.

Zudem informierte Schröder über die aktuellen Entwicklungen in der Flüchtlingspolitik. Sein Fazit: „Wenn wir nicht blauäugig rangehen, die Integration hinbekommen und den Zustrom begrenzen, bin ich mir wie Angela Merkel sicher: Wir schaffen das.“´

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erstellt am 04.Mär.2016 | 10:00 Uhr

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