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Wechsel in die Industrie : CDU-Fraktionschef Andreas Meyer legt sein Amt nieder

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

von
erstellt am 31.Mai.2017 | 12:00 Uhr

Pinneberg | Andreas Meyer startet beruflich noch einmal richtig durch. Der CDU-Fraktionschef hat sich auf einen mehr als attraktiven Posten beworben – und sich unter 70 Mitbewerbern behaupten können. Zum 1. Oktober wird Meyer Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Lederindustrie (VDL). Sein Amt als Fraktionschef der Pinneberger CDU, sein Ratsmandat und seinen jeweiligen Sitz im Haupt- sowie im Finanzausschuss wird er allerdings zum 30. September niederlegen, denn sein neuer Job führt ihn nach Frankfurt am Main – und stellt ihn vor große Aufgaben. Als Erstes steht eine Reise nach Paris an, wo er an einer Konferenz zum Thema Arbeitssicherheit teilnehmen wird. „Es ist eine neue berufliche Herausforderung, auf die ich mich sehr freue. Es wird so viel Spaß machen “, sagte der 57-Jährige gestern im Gespräch.

Meyer ist vom Fach: In Mannheim aufgewachsen, studierte er später in München Agrarwissenschaften. Vor 17 Jahren verschlug ihn der Job in die Kreisstadt. Derzeit ist Meyer noch Prokurist in der Firma Friedrich Sturm in Osterhorn, wo er sich um den Handel mit Häuten kümmert. Daneben gibt es sein politisches Engagement: Angefangen hat Meyer im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Kleingartenwesen sowie im Ausschuss für Soziales, Kinder und Senioren. Meyer stellte klar: Er wolle weiter in Pinneberg wohnen und der Pinneberger CDU aktiv erhalten bleiben. Doch über die Woche ist er in Frankfurt am Main und wird nur an den Wochenenden mit der Bahn pendeln. Der Job hat erst einmal für ihn Vorrang.

Nichtsdestotrotz: Mit einem weinenden Auge wird Meyer seinen Posten abgeben. „Wir haben in der Fraktion eine gute Teamarbeit, Freundschaften sind entstanden.“ Zeit für einen kurzen politischen Rückblick. „Wir haben in den vergangenen Jahren viel bewegt für Pinneberg“, so Meyers Fazit. In die Verwaltung sei neuer Wind gebracht worden. „Das ist uns am besten gelungen“, sagte Meyer. Die Westumgehung sei angeschoben worden. Die Entwicklung des ehemaligen Kasernengeländes Eggerstedt habe die CDU mit geprägt. Er erinnerte daran, dass man den Hamburger Bildungsträger Wabe gewinnen konnte. Er lobte das Engagement seines Fraktionskollegen Jürgen Jacob in Sachen Jugendtreff Komet. „Die Stadt hat sich positiv entwickelt“, sagte Meyer.

Stellt sich die Frage nach der Nachfolge. Meyer machte keinen Hehl daraus, dass er sich Torsten Hauwetter als neuen Fraktionschef gut vorstellen könnte. „Wir sind in der glücklichen Lage, einen Stellvertreter zu haben.“ Eben Hauwetter, der als Finnanzexperte der CDU gilt. Doch der neue Fraktionschef werde von der Fraktion gewählt, betonte Meyer.

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