Rat in Schenefeld schafft Papier ab : CDU begrüßt digitale Vorlagen

Mit Windows 10 will Microsoft nun offensiv die Nutzer zurückgewinnen.
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60 Kommunalpolitiker sollen künftig mit papierlosen Sitzungsunterlagen arbeiten.

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28. Juli 2015, 10:00 Uhr

Berge von Sitzungsunterlagen – welcher Kommunalpolitiker hat nicht schon einmal unter der Papierlast gestöhnt. Und insgeheim darüber nachgedacht, dass durch ein papierloses System auch noch die Umwelt geschont werden könnte. Was jüngst in der Baumschulengemeinde Rellingen Einzug gehalten hat, zeichnet sich jetzt auch in Schenefeld ab: Von 60 Kommunalpolitiker sollen künftig die Vorlagen nur noch digital genutzt werden.

Tobias Löffler, Pressesprecher der CDU-Fraktion, Ratsmitglied und Vorsitzender des Ausschusses Schule, Sport und Kultur, lobt diese Initiative: „Die CDU-Fraktion begrüßt den Vorschlag der Verwaltung, auf ein papierloses System umzusteigen und stattdessen moderne Medien einzusetzen. Ein solches System bringt viele Vorteile.“ Die Christdemokraten würden sich daher für eine zügige Einführung aussprechen.

Löffler rechnet vor: „Noch immer stellt das Drucken der teils sehr umfangreichen Unterlagen für Sitzungen einen großen Kostenpunkt dar. Mittel im fünfstelligen Be-reich könnten eingespart und anderweitig genutzt werden, wenn sich die Kommunalpolitik für die Nutzung der App Allris – Allris wird ohnehin bereits für das Bürger- und Ratsinformationssystem genutzt – auf Touchpads ausspricht“, so der Ratsherr.

Der Unionspolitiker ist gleichzeitig auch ein scharfer Kalkulator: „Durch das Leasen beziehungsweise Kaufen von Touchpads für die Kommunalpolitiker entstehen zwar auch Kosten. Doch diese sind weit kleiner als die Papier- und Druckkosten.“ Und bringt zusätzlich ein Sparpotential ins Spiel: „Zusätzlich sparen könnte man, wenn diejenigen Politiker, die bereits ein entsprechendes Gerät besitzen, dieses auch für die Sitzungsvorbereitung nutzen und auf eine zusätzliche Anschaffung verzichten.“

Zudem würden künftig Ressourcen in der Verwaltung frei werden: Das individuelle Sortieren entfällt. Außerdem müssten die Mitarbeiter des Bauhofs nicht mehr ein- bis zweimal die Woche die Unterlagen zustellen, so Löffler.

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