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Rellingen : Caspar-Voght-Schule zeigt im Rathaus Ausstellung zum Volkstrauertag

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Sie sind „fern der Heimat begraben“ - Kirche, Projektgruppe und Gemeinde veranstalten eine Gedenkfeier.

shz.de von
erstellt am 13.Nov.2015 | 10:00 Uhr

Rellingen | Der Volkstrauertag am Sonntag, 15. November, erinnert an Kriegstote und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen. Gerade im Zuge der nicht abreißenden Flüchtlingsströme ist der Gedenktag hochaktuell. Die Gemeinde hat sich wieder einmal umfassend mit dem Thema beschäftigt. „Ich freue mich, dass wir den Volkstrauertag mit einer Reihe von Partnern gemeinsam begehen“, so Bürgermeisterin Anja Radtke. Es sei eine „große Herausforderung“, den Volkstrauertag würdevoll zu begehen. „Wir haben hier Frieden, woanders nicht“, brachte es Radtke auf den Punkt.

Einrichtungen wie Kirche, die Projektgruppe „Frauen und Heimat“ sowie die Caspar-Voght-Schule (CVS) haben für ein spannendes Programm gesorgt. 50 CVS-Schüler aus den Klassen 9  b und 9  c haben sechs Wochen lang engagiert an einer bis zum 27. November dauernden Ausstellung im Rathaus zum Thema „Erster Weltkrieg“ gearbeitet. Die Jugendlichen befassen sich im Zuge einer Fotodokumentation mit den Themen Kriegsauslöser, -verlauf, -begeisterung- und –euphorie, dem Alltag in der Heimat sowie der Schlacht von Verdun.

Wie war es um die Ernährung bestellt? Wie kam die Familie mit Kriegsheimkehrern klar? Mit solchen Themen beschäftigte sich Schülerin Laura Siemer (14) anhand ihres Komplexes „Alltag in der Heimat“. „Ich freue mich, dass sich die heranwachsende Generation so mit dem Thema beschäftigt“, zollte Radtke Respekt. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Schüler sich mit einer Kunstpräsentation engagiert. Insgesamt zehn Gemeindeglieder haben sich unter der Leitung von Pastor Dr. Lennart Berndt vor dem Hintergrund des Paulus-Textes, Korinther 2 mit dem Tag befasst. Unter dem Motto „Wie können wir ein friedliches Zusammenleben bewahren?“ stehen sich „Zukunft“ (Melissa Biastoch, 18), „Gegenwart“ (Geert Closius, 65) und „Vergangenheit“ (Ulla Schwanck, 71) gegenüber. Einen weiteren Beitrag leistet die Projektgruppe „Frauen und Heimat“ unter der Leitung der Gleichstellungsbeauftragten Dorathea Beckmann mit ihrer Porträtreihe Rellinger Frauen: „Wir haben den Bogen gespannt zu Menschen, die fern ihrer Heimat begraben sind.“

Das Programm beginnt um 9.15 Uhr mit der Gedenkfeier am Gedenkstein Egenbüttel, der Gottesdienst in der Kirche mit Pastor Dr. Lennart Berndt beginnt um 10 Uhr, die Gedenkfeier am Ehrenmal um 11.15 Uhr. Um 18.30 Uhr wird ein Friedenslicht am Ehrenmal entzündet. Die Feier endet um 19 Uhr mit einer Andacht zur Friedensdekade in der Kirche.

VOLKSTRAUERTAG Das plant die Gemeinde

Zum bevorstehenden Volkstrauertag hat die  Gemeinde Rellingen  am Sonntag, 15. November, ein umfangreiches Programm vorbereitet. Los geht es um 9.15 Uhr am Gedenkstein im Ortsteil Egenbüttel – erinnert wird an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen. Der Musikzug Rellingen wird mit einem Trommelwirbel intonieren, der Gemischte Chor „Rellingen-Halstenbek“ ist mit  einem Lied vertreten. Anschließend wird der Musikzug Rellingen sein Können unter Beweis stellen. Die Gedenkrede wird traditionell vom Bürgervorsteher Henry Behrmann gehalten. Im Anschluss an die Kranzniederlegung, einem weiteren Lied des Gemischten Chors „Rellingen-Halstenbek“ erfolgt das Schlusswort.
Um 10 Uhr beginnt der Gottesdienst in der Rellinger Kirche. Der Beginn für die Gedenkfeier am Ehrenmal der Rellinger Kirche im Ortsteil Rellingen-Ort ist auf 11.15 Uhr festgelegt. Vom Trommelwirbel bis zum Schlusswort wiederholt sich die Zeremonie von Egenbüttel. Zu guter Letzt laden Bürgermeisterin Anja Radtke und Behrmann zum Gang auf den Friedhof zu  Gräbern der Zwangsarbeiter, der russischen Kriegsgefangenen und der zivilen Bombenopfer ein.

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