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„Sterneköche für unsere Kinder“ : Caspar-Voght-Schule in Rellingen feiert zehnjähriges Mensa-Bestehen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Rellinger Caspar-Voght-Schule feiert zehnjähriges Mensa-Bestehen. Anfangs Snacks, heute Vollküche. Oft Platzmangel wegen Andrangs.

shz.de von
erstellt am 04.Nov.2015 | 14:00 Uhr

Rellingen | „Hier arbeiten die Sterneköche für unsere Kinder“, sagte Rellingens Bürgermeisterin Anja Radtke in der Mensa der Caspar-Voght-Schule. Dort ist eigentlich immer viel los. Gestern war der Andrang jedoch besonders groß. Schließlich wurde ein runder Geburtstag gefeiert. Das zehnjährige Bestehen der Mensa führte nicht nur die Schulkinder, sondern auch Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie des „Vereins zur Förderung der Bildung, Betreuung und Beköstigung an der Caspar-Voght-Schule“ in den Speisesaal. Der Verein ist für das neunköpfige Mensa-Team zuständig, das sich um das Essen für die Jungen und Mädchen kümmert. Teamleiterin ist Andrea Jordan.

Die Gemeinde investiert allein in das Personal jedes Jahr 110.000 Euro. Dazu kommen weitere 8000 Euro für bauliche und finanzielle Ausstattung der Einrichtung. „Wir erfüllen damit einen gesellschaftlichen Auftrag“, erklärte Radtke.

Die Entwicklung der vergangenen Jahre ist bemerkenswert. Dorathea Beckmann, die sich im Rathaus um die Mensa-Belange kümmert, berichtete vom stockenden Start. Anfangs sei die Akzeptanz eher gering, die Zahl der Beschwerden dafür aber hoch gewesen. Das änderte sich schlagartig, als die Gemeinde ab 2008 die Gesamtverantwortung übernahm und ab 2010 in der Mensa gekocht wurde. Inzwischen werden im Durchschnitt täglich 175 Essen ausgegeben. Dazu kommen noch 250 Kunden im Kioskbereich.

„Früher gab es kleine Snacks, heute eine Vollküche“, sagte Beckmann. Vom Aufbacken der Brötchen bis zur Herstellung des Salats erledige das Küchenteam alles vor Ort. Auch die erst 2014 eingeführte Mensakarte habe sich etabliert. 375 Schüler und 54 Erwachsene nutzen die Möglichkeit, bargeldlos zu bezahlen. Jedes Essen kostet normalerweise drei Euro – außer in der Geburtstagswoche, in der die Gemeinde jedes Gericht mit einem Euro sponsert. Zudem durften die Kinder und Jugendlichen ihre Lieblingsgerichte auswählen. „Deswegen gibt es in dieser Woche besonders viel Fleisch“, berichtete Beckmann schmunzelnd. Es sei ohnehin auffällig, dass die Vorstellungen der Eltern von einem gesunden Essen und der Geschmack ihrer Kinder eher selten zusammenpassen – ein Spagat für den Koch.

Ein Problem ist zudem, dass aufgrund des Andrangs Platznot herrscht. „Wir sind eine der wenigen Mensen in Schleswig-Holstein, die Schwierigkeiten mit ihrem Erfolg hat“, sagte Schulleiter Jochen Kähler. Das Mensa-Team wünscht sich deshalb in Zukunft mehr Platz in der Küche und im Speiseraum sowie einen eigenen Bistrobereich für die älteren Schüler.

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