Pinneberg : Carsten Lienau soll in Zukunft den VfL führen

Carsten Lienau (Zweiter von links) kandidiert für den Chefposten am Fahltskamp. Die Unterstützung der Vorstandsmitglieder Karsten Raasch und Renate Sykosch hat er. Für Geschäftsführer Uwe Hönke (rechts) wäre die Wahl eine logische Entscheidung.
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Carsten Lienau (Zweiter von links) kandidiert für den Chefposten am Fahltskamp. Die Unterstützung der Vorstandsmitglieder Karsten Raasch und Renate Sykosch hat er. Für Geschäftsführer Uwe Hönke (rechts) wäre die Wahl eine logische Entscheidung.

Einstimmig vom Vorstand nominiert: Potenzieller Nachfolger des langjährigen Vereinschefs Mathias Zahn steht in den Startlöchern.

shz.de von
10. Januar 2015, 16:03 Uhr

Pinneberg | Eine Ära geht zu Ende. Eine neue könnte im Frühsommer beginnen. Wie unsere Zeitung gestern erfuhr, ist ein potenzieller Nachfolger für Mathias Zahn, den langjährigen Vorsitzenden des VfL Pinneberg, gefunden. Mit dem 51-jährigen Carsten Lienau steht ein Mann in den Startlöchern, der bereits seit 2011 als Stellvertreter Zahns wirkt. Gewählt werden könnte er Mitte Juni.

Lienau arbeitet als Apotheker in Wedel. Er lebt in Pinneberg, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne. Von 2005 bis 2009 war er Chef der Schwimmabteilung im VfL Pinneberg, einem der größten Sportvereine in Schleswig-Holstein. Lienau ist selbst aktiver Sportler. Er spielt derzeit Volleyball beim VfL – in einem Team mit seinem Sohn.

Anfang der Woche war bekannt geworden, dass Zahn nach 16 Jahren an der Vereinsspitze Schluss macht. Der 52-Jährige hatte schon vor einigen Jahren angekündigt, in seine letzte Amtszeit zu starten. Am Mittwochabend war der Vorstand des VfL unter Leitung von Zahn zusammengetreten, um die Weichen für die Zukunft zu stellen. Im kleinen Kreis sei man übereingekommen, Lienau zu nominieren, so Geschäftsführer Uwe Hönke. Das sei „eine logische Entscheidung“.

Lienau will die Strukturen des Vereins modernisieren. „Es geht darum, die Vereinssatzung den aktuellen gesetzlichen Gegebenheiten anzupassen.“ Wenn es um Sportpolitik gehe, werde er sich einmischen. Lienau ist klarer Befürworter einer fundierten Sportentwicklungsplanung.

Der 51-Jährige kann sich für den Fall seiner Wahl auf große Unterstützung freuen. „Die ganze Mannschaft wird hinter ihm stehen“, so der VfL-Ehrenvorsitzende Kurt Desselmann, der die Verdienste Zahns hervorhebt: „In den vergangenen Jahren wurde viel geleistet.“ Zahn hat länger als jeder andere Vereinsboss am Fahltskamp das Sagen. Seit 1984 arbeitet er im Vorstand mit. Er gilt als streitbar, scheute nie die Auseinandersetzung mit der städtischen Politik – und hinterlässt große Fußstapfen. Dem VfL Pinneberg, der aktuell 5200 Mitglieder zählt, will der Versicherungskaufmann auch nach Ablauf seiner Amtszeit als Berater zur Verfügung stehen.

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