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Anstoss - Die HSV-Kolumne : Calhanoglu ins Zentrum, van der Vaart auf die Bank

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Unser Kolumnist Lars Zimmermann hat eine klare Forderung: Er sieht Kapitän und Aushängeschild des HSV auf der Bank. Stattdessen soll der türkische Nationalspieler Hakan Calhanoglu ins Zentrum rücken.

shz.de von
erstellt am 26.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Rafael van der Vaart ist Kapitän und Aushängeschild des HSV. Aktuell steht er aber der Zukunft des Vereins im Wege. Diese Zukunft heißt Hakan Calhanoglu und ist dort am stärksten, wo van der Vaart spielt. Im zentralen Mittelfeld. Das zeigte das Testspiel gegen den FC Basel. Als der türkische Nationalspieler in der ersten Halbzeit im Zentrum spielte, schoss er ein Tor, bereitete ein weiteres vor und war überall zu finden. In der zweiten Hälfte rückte Calhanoglu auf die linke Seite und war kaum  zu sehen.

Kapitän van der Vaart konnte  gegen den Schweizer Meister nicht einmal ansatzweise  überzeugen. Wie schon in weiten Teilen der Vorrunde wirkt er zu langsam und nicht austrainiert. Seine Defizite werden zwar  häufig durch Tore und Vorlagen überdeckt. Die zeigen, dass der Holländer weiterhin ein genialer Fußballer ist. Allerdings scheint seine Fitness für die Bundesliga nicht mehr ausreichend zu sein. Ob es gelingt, ihn körperlich schnell wieder in eine akzeptable Verfassung zu bringen, ist fraglich.

Klar ist, dass gelegentliche Geniestreiche auf Dauer nicht ausreichen. Calhanoglu ist läuferisch stärker und fußballerisch genauso gut.

Nach rein sportlichen Gesichtspunkten müsste Trainer Bert van Marwijk den türkischen Nationalspieler als Spielmacher ins zentrale offensive Mittelfeld stellen. Für van der Vaart bliebe dann nur die Bank. Angesichts seiner athletischen Mängel wäre es Harakiri, ihn weiter nach hinten zu verschieben oder gar auf der Außenbahn einzusetzen. Für den Erfolg muss van Marwijk seinen holländischen Landsmann  ausbooten, auch wenn dadurch weitere Unruhe entstehen wird. Auf Dauer wird van der Vaart aber seine körperlichen Defizite nicht  kaschieren können. Die Frage ist nicht, ob es richtig wäre, den Kapitän auf die Bank zu setzen. Die Frage ist, ob der Trainer den Mut hat, sich mit  Medienliebling van der Vaart anzulegen.

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