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HSV-Kolumne : Calhanoglu geht, ein Kader ohne Perspektive bleibt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Autor Lars Zimmermann über Tafelsilber, das der Hamburger Sportverein nicht mehr hat.

shz.de von
erstellt am 27.Apr.2014 | 07:00 Uhr

Wer Geld braucht, verkauft das Tafelsilber. Unglücklicherweise hat der HSV aber leider fast nur Ramschware im Angebot. Außer Hakan Calhanoglu. Der junge Türke gilt als einer der wenigen Hoffnungsträger für die Hamburger Zukunft – ist in der Hansestadt aber leider mit ziemlicher Sicherheit bald Vergangenheit.

Um die Lizenz zu erhalten und Einnahmen in zweistelliger Millionenhöhe zu erwirtschaften, muss der HSV dringend Spieler veräußern. Angesichts der häufig desolaten Leistungen dürfte sich die Zahl der Interessenten, die auch noch Ablöse für die Minuskicker bezahlen wollen, in überschaubaren Grenzen halten. Es ist sogar zu befürchten, dass die Rothosen Auslaufmodelle wie van der Vaart und Westermann nicht einmal umsonst loswerden. Kein Verein dürfte bereit sein, ihnen so viel Gehalt wie der HSV zu zahlen. Also werden Westermann, van der Vaart und etliche bis zum Ende der Vertragslaufzeit bleiben und den Etat belasten.

Lediglich bei einem Abstieg könnten einige „Stars“ freiwillig verschwinden. Einnahmen wären vielleicht durch einen Verkauf von Jansen und Adler zu erzielen – aber längst nicht genug. Also gibt es keine Alternative zum Verkauf von Calhanoglu. Der würde zehn bis 15 Millionen Euro bringen. Genug um die größten Löcher zu stopfen und die Lizenz zu sichern.

Mit Calhanoglu und Lasogga wären allerdings die beiden einzigen Leistungsträger weg. Übrig bliebe ein weiterhin völlig überteuerter Kader ohne jegliche Perspektive.

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