Bus auf Abruf und neuer Treffpunkt

Unter dem Titel „My Bus“ hat die Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) die Möglichkeit geschaffen, bei Bedarf einen Bus anzufordern. Tornescher Seniorenvertreter wünschen sich diese Möglichkeit auch für ihre Stadt.
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Unter dem Titel „My Bus“ hat die Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) die Möglichkeit geschaffen, bei Bedarf einen Bus anzufordern. Tornescher Seniorenvertreter wünschen sich diese Möglichkeit auch für ihre Stadt.

Gesprächsrunde der Tornescher CDU: Vertreter der Senioren- und Sozialarbeit äußern ihre Wünsche

shz.de von
11. Januar 2018, 17:26 Uhr

Die Tornescher Christdemokraten sind derzeit auf Tour durch die Stadt. In Gesprächsrunden wollen die Kommunalpolitiker von Vereins-, Verbands- und Kita-Vertretern erfahren, welche Wünsche, Sorgen und Probleme diese haben. Laut CDU-Stadtverbandschef Daniel Kölbl wollen er und seine Parteikollegen dabei in erster Linie zuhören. Während einer Klausurtagung am kommenden Wochenende sollen die Hinweise und Anregungen anschließend innerparteilich diskutiert werden.

Einen Wunschzettel hatten die Vertreter von Vereinen, Verbänden und Organisationen, die sich mit Senioren- und Sozialarbeit befassen, zu der ersten Gesprächsrunde mitgebracht. Darauf stand als erstes eine weitere Verbesserung der Busanbindung sämtlicher Tornescher Stadtgebiete − damit die Senioren auch ohne Auto und bei schlechtem Wetter ihre Einkäufe und Arztbesuche erledigen könnten. Auch die Idee, einen Bus auf Abruf einzuführen, fand Anklang. Dabei fahren die Busse ohne statischen Fahrplan, sondern auf Nachfrage der Fahrgäste. Die Duisburger Verkehrs-Gesellschaft (DVG) hatte im vergangenen Oktober das bundesweit erste Pilotprojekt mit nachfrageorientierten Kleinbussen gestartet.

Ein weiterer Wunsch: Mehr Sitzbänke im Stadtgebiet und weitere Fahrradständer vor den Geschäften. Bei den bestehenden müsste der Zustand zudem so verbessert werden, dass die Fahrräder nicht ständig umfallen oder sich ineinander verhaken, betonten die Anwesenden.

Nach wie vor ein Thema ist das Angebot am Tornescher Bahnhof. Wie die Bürgerinitiative (BI) „Dorfbahnhof? Nein Danke! Starke Schiene im Kreis Pinneberg“ sehen auch die Vereins- und Verbandsvertreter die Notwendigkeit, einen Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn dort zu platzieren. Zudem sollten die Toiletten am Bahnhof, die bisher unzumutbar seien, neu hergerichtet werden. Denn viele ältere Menschen nähmen Entwässerungstabletten ein und benötigten deswegen eine schnell auffindbare Toilette im Ortszentrum. Auch Blasenschwäche könnte dies erfordern.

Darüber hinaus wäre eine zusätzliche soziale Begegnungsstätte – zum Beispiel ein Café – im Tornescher Zentrum wünschenswert, wo Senioren im Sommer draußen Kaffee trinken könnten. Für einen bereits bestehenden sozialen Treffpunkt, das Pomm 91, sollte die Ausschilderung verbessert werden. Aus sozialen Gesichtspunkten sei außerdem eine Überarbeitung der Straßenausbausatzung anzuregen, da viele Anlieger die hohen Straßenausbaubeiträge nicht auf einmal zahlen könnten.

Ein Wunsch der älteren Generation ist derweil bereits umgesetzt worden. Die Pflasterung vor dem Pomm 91 wurde erneuert (unsere Zeitung berichtete). Doch, das machten die Gesprächsteilnehmer deutlich, gäbe es noch zahlreiche Stellen in der Stadt, die nicht barrierefrei seien. Als Beispiele wurden der zu hohe Kantstein beim Ampelübergang vor dem Awo Wohn- und Servicezentrum sowie der marode Fußweg zwischen ehemaliger Post und Cecilien-Burg genannt.

Kölbl lobte das Engagement der Teilnehmer, unter denen sich 17  Vertreter von Kirche, Awo, Paritätischer Pflege SH, DRK, Sozialverband, Bund der Vertriebenen, Seniorenbeirat, Stammtisch Ü-60-Aktiv sowie Tornescher Senioren befanden. „In Tornesch wird ehrenamtlich viel für Senioren und sozial benachteiligte Menschen geleistet. Ohne Ihr Engagement wäre unsere Gesellschaft ein bedeutendes Stück ärmer“, sagte der CDU-Chef.

Nachdem es am vergangenen Montag um Umwelt, Kultur und Ehrenamts ging, wollen die CDU-Vertreter heute Abend über „moderne Anforderungen an die Kinderbetreuung“ sprechen. Dafür laden sie in den Clubraum des Torneums, Großer Moorweg 30, ein. Beginn der Veranstaltung ist um 19.30 Uhr.

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