Pinneberg/Schenefeld : Bunte Herzen für den guten Zweck

Ute Stöwing (vorne, l.) und Susanne Eggers (hinten, r.) übergaben die Herzen an Nicole Molzen (hinten, Mitte), Anja Wejwoda, Dr. Peter Paluchowski und Dr. Stefan Geist (vorne, r.).
Ute Stöwing (vorne, l.) und Susanne Eggers (hinten, r.) übergaben die Herzen an Nicole Molzen (hinten, Mitte), Anja Wejwoda, Dr. Peter Paluchowski und Dr. Stefan Geist (vorne, r.).

20 Kissen an die Pinneberger Regio Klinikum übergeben. Brustkrebspatientinnen profitieren.

shz.de von
23. April 2015, 09:00 Uhr

Pinneberg | Mit bunten Herzen gegen Schmerzen: Das Pinneberger Regio Klinikum hat jetzt einen ganz speziellen Hilfstransport erhalten. In zwei Säcken brachten Ute Stöwing, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Schenefeld, und Susanne Eggers, Leiterin der Schenefelder Sozialberatung, ihre Ware zum Klinikum.

20 Herzkissen übergaben Stöwing und Eggers an Dr.  Stefan Geist und Dr. Peter Paluchowski, Chefärzte für Gynäkologie und Geburtshilfe, und Schwester Anja Wejwoda. Sie werden künftig an Brustkrebspatientinnen übergeben und sollen dazu beitragen, die Schmerzen nach einer Operation zu lindern. „Die Wunde wird entlastet, wenn sich die Frauen das Kissen unter den Arm klemmen“, erklärt Dr. Geist. Dafür werden die Kissen extra mit langen Ohren genäht.

In Schenefeld hat sich die Kreativgruppe unter der Leitung von Edeltraud Eggerstedt in den vergangenen Wochen und Monaten um die Produktion gekümmert. Stöwing stellte den Kontakt zum Regio Klinikum her.

Deutschlandweit haben sich Gruppen gefunden, die diese Herzkissen anfertigen. Es geht dabei nicht nur um den medizinischen Aspekt. „Das Kissen gibt vielen Frauen Halt und Sicherheit. Für sie ist es wichtig, etwas in der Hand zu halten“, sagt Nicole Molzen, stellvertretende Pflegedirektorin in Pinneberg. Die Frauen dürfen ihre Kissen nach dem Klinikaufenthalt mit nach Hause nehmen.

In Pinneberg kommen die individuell angefertigten Herzen seit fünf Jahren zum Einsatz. Nachschub wird dringend benötigt. Laut Geist werden allein in Pinneberg pro Jahr 200 neue Brustkrebspatientinnen behandelt. In Elmshorn sind es noch einmal zirka 100.

Stöwing und Eggers wollen sich dafür einsetzen, dass die Kissenproduktion in Schenefeld fortgesetzt wird. Die Regio Kliniken im Kreis Pinneberg sind für jedes Herz dankbar. Jede Frau soll nach einer Brustkrebsoperation eines bekommen.

Eine dänische Krankenschwester hatte die Idee der Herzkissen aus Amerika mitgebracht. In Deutschland kommen sie in vielen Krankenhäusern zum Einsatz. Wer die Regio Kliniken mit Herzkissen versorgen möchte, wendet sich unter Telefon 04101-217332 an Schwester Anja Wejwoda.
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