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Kreis Pinneberg : "Bunt wird es von ganz allein"

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Großbau-Projekt in Halstenbek: Unternehmer Thun baut 31 Wohnungen im Ortskern und denkt dabei generationsübergreifend.

Daimlerstraße 21 in Elmshorn. Dort residiert Björn W. Thun, Bauunternehmer und Geschäftsführer des mehr als 100 Jahre alten Familienunternehmens. Mit seinem Geschäftspartner Bodo Sievert diskutiert der Architekt über letzte Details eines Mega-Projekts in Halstenbek: das Rathausquartier. Auf dem ehemaligen Realschulgelände entstehen Mehrfamilienhäuser sowie ein Dienstleistungs- und Geschäftsgebäude in Toplage. Ein Millionenprojekt für Thun. Fertigstellung: voraussichtlich Mitte 2015.

Der B-Plan 52 mit etwa 6000 Quadratmetern - nicht erst seit gestern eine Herausforderung. Ende 2011 wurde es ernst. Der Anruf von Halstenbeks Wirtschaftsförderin Elke Tramm mit der Frage, "Wollt Ihr nach dem Wohnhausprojekt an der Ecke Gustavstraße/Hauptstraße nicht noch mehr bauen?", sei der Stein des Anstoßes gewesen, erinnert sich Thun. "Anschließend bin ich im Ortskern viel herumgelaufen, erfasste die vorhandene Architektur, entwickelte einen Masterplan auf eigenes Risiko nach dem Motto, einen guten Mix rund ums Rathaus zu entwickeln", beschreibt der engagierte Architekt die Anfänge.

Thuns Prämisse: ein generationsübergreifendes nachhaltiges Projekt zu schaffen. Mit insgesamt 31 barrierefreien Miet- und Kauf-Wohnungen in drei Wohnhäusern, die die TTS Projektgesellschaft als Bauherr realisiert. Mitten im Ortskern, "um auch ältere Menschen am öffentlichen Leben teilnehmen lassen zu können", sagt Thun.

In Kürze wolle er den Bauantrag einreichen. Nach dem Abriss der Schule soll der Neubau im März oder April starten. Im ersten Bauabschnitt entstehen laut Thun drei Wohnhäuser mit insgesamt 29 überwiegend Zwei-, Zweieinhalb- und Drei-Zimmer-Wohnungen. 65 bis 100 Quadratmeter groß. Zwei Vier-Zimmer-Wohnungen mit etwa 114 Quadratmetern werden zudem angeboten. Inklusive Tiefgarage. "50 bis 60 Prozent der Wohnungen sind bereits reserviert." Thun glaubt ganz fest an das Projekt.

Neben den drei Wohnhäusern entsteht ein Dienstleistungsgebäude gegenüber dem Rathaus. Mit zwei Stockwerken plus Staffelgeschoss. Büros, Arztpraxen, Gastronomie und kleinere Geschäfte können sich dort etablieren. Infrastruktur, die den Ortskern beleben dürfte. I-Tüpfelchen: Im Obergeschoss sind zwei Penthouse-Wohnungen geplant.

"Die Gebäude mit Blick auf die Feldstraße erhalten drei Geschosse", beschreiben Thun und Sievert Details für die Öffentlichkeit. Das vierte Wohnhaus, dessen Rückseite aus Lärmschutzgründen zum Sportplatz an der Feldstraße steht, bekommt drei Etagen und ein Staffelgeschoss.

Bislang sind Grafiken in schwarzweiß gehalten. "Bunt wird es von allein. Die Farben kommen durch die Bewohner." Da ist Thun ganz Visionär.

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erstellt am 03.Jan.2014 | 16:00 Uhr

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