Marseille-Kaserne Appen : Bundeswehr auf Wachstumskurs – auch im Kreis Pinneberg

Das Ende von Oberleutnant Paul Draheim (Mitte): Nach der Beförderung zum Hauptmann entfernten Oberstleutnant Oliver Schmäl (links) und Hauptmann Dirk Piening seine Schulterklappen.
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Das Ende von Oberleutnant Paul Draheim (Mitte): Nach der Beförderung zum Hauptmann entfernten Oberstleutnant Oliver Schmäl (links) und Hauptmann Dirk Piening seine Schulterklappen.

Die Unteroffizierschule der Luftwaffe stellt 13. Inspektion in Dienst. Mittelfristig 10.500 Lehrgangsteilnehmer pro Jahr.

shz.de von
04. April 2018, 11:00 Uhr

Appen | Die Bundeswehr rüstet auf – zumindest personell. Und das schlägt sich auch in der Unteroffizierschule der Luftwaffe in Appen nieder. Sichtbares Zeichen: Donnerstag wurde die neue 13. Inspektion in Dienst gestellt. Mittelfristig sollen statt bisher rund 7500 pro Jahr 10.500 Lehrgangsteilnehmer in der Marseille-Kaserne aus- und weitergebildet werden. Die Bundeswehr investiert in ihre Standorte in Schleswig-Holstein.

Nach dem Schrumpfungsprozess

Die Gründe für das Anwachsen der Bundeswehr sind unter anderem der Kampf gegen den IS-Terror, die Einsätze in Mali und Afghanistan und die Nato-Präsenz im Baltikum, wie Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) gesagt hatte. Der jahrelange Schrumpfungsprozess der Streitkräfte wird damit wieder ins Gegenteil gekehrt. Deutlich wird das am Beispiels der neu in Dienst gestellten 13. Inspektion der Unteroffizierschule. Bis zum 30. September 2013 hatte es in Appen bereits eine 13. Inspektion gegeben.

Wappentier Phönix

Der Unteroffizierschule stehe eine Flugroute bevor, „die sich leider nur in etwa bestimmen lässt“, beschrieb Oberstleutnant Oliver Schmäl, stellvertretender Kommandeur der I. Lehrgruppe die Situation. Am ehesten lasse sich der eingeschlagenen Kurs mit „mittlerweile abgedroschen wirkenden Begriffen wie Trendwende Personal und Offensive Ausbildung“ beschreiben. Die Kernbotschaft sei aber: Die Bundeswehr soll wieder wachsen. Der tragende Teil der wachsenden Bundeswehr sei das Unteroffizierkorps, so Schmäl. Diesen tragelte es zuerst zu errichten. Erst dann könne der Rest des Gebäudes gebaut werden. „Sie sehen also, dass wir uns im Zentrum der Erneuerung, im Zentrum des Aufwuchses befinden“, sagte er. Zum Schluss seiner Rede ging Schmäl kurz auf das Wappentier der Unteroffizierschule, den Phönix ein, der verbrennt und aus seiner Asche wieder neu ersteht und aufsteigt. So etwas werde man in Appen vergeblich suchen. Vielmehr entstehe die 13. Inspektion aus lebendigen Einheiten, Menschen und Überzeugungen. „Es ist mir daher eine besondere Ehre, der 13. Inspektion nun wieder neues Leben einzuhauchen und ich bin voller Zuversicht, dass es dem neu zusammengestellten Team gelingen wird, die Einheit in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.“

Anschließend übergab Schmäl die Führung der 13. Inspektion an Paul Draheim. Zuvor musste der eine Prozedur über sich ergehen lassen: Schmäl und Hauptmann Dirk Piening entfernten seine Schulterklappen. Denn Drahten wurde befördert. Vom Oberleutnant zum Hauptmann.

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