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Vollzeitjob im Jugendzentrum : Bundesfreiwilligendienst in Pinneberg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Arne Hoffmann (19) erledigt einen Vollzeitjob im Jugendzentrum – für gerade mal 500 Euro.

shz.de von
erstellt am 19.Sep.2014 | 10:00 Uhr

Pinneberg | Er ist 19 Jahre alt, hat sein Abi in der Tasche und bezeichnet sich selbst als politisch interessiert. Die kommenden zwölf Monate verbringt Arne Hoffmann im Pinneberger Jugendzentrum an der Bahnhofstraße. Dort leistet er seinen Bundesfreiwilligendienst ab. Ein Vollzeitjob, für den es gerade mal 500 Euro im Monat gibt. Eine Art Taschengeld. Doch „Bufdi“ Arne Hoffmann geht’s nicht ums Geld. „Ich benötige nach der Schule eine Auszeit vom Lernen“, sagt der Neumünsteraner, der später Grafik und Design studieren will.

Für Jens Schmidt, Leiter des Geschwister-Scholl-Hauses, ist Hoffmann eine große Hilfe: „Er arbeitet quasi als mein Assistent.“ Schmidt hat klare Erwartungen an seine „Bufdis“: Die Motivation müsse stimmen, Zuverlässigkeit sei wichtig. „Arne hat hier Vorbildfunktion“, so Schmidt. Auch den Führerschein sollte der Anwärter in der Tasche haben.

Hoffmann erfüllt die Anforderungen bisher. Er kümmert sich ums Café im Jugendzentrum. Er putzt, wo es nötig ist, schultert zudem die Öffentlichkeitsarbeit – und hilft bei Veranstaltungen. „Ich habe viel zu tun, komme aber gut zurecht“, sagt der 19-Jährige, der während des Freiwilligendiensts mehrwöchige Seminare in Kiel besuchen wird. Schmidt denkt schon jetzt ans Jahr 2015, wenn Hoffmann seinen Posten räumt. Er freut sich über Bewerbungen für den „Bufdi“-Job im Scholl-Haus.

Der Bundesfreiwilligendienst ist 2011 eingeführt worden. Der Dienst, der auch von Menschen über 27 Jahren geleistet werden kann, wurde als Reaktion auf die Aussetzung der Wehrpflicht 2011 und damit auch des Zivildienstes eingeführt. Er soll die bestehenden Freiwilligendienste Freiwilliges Soziales Jahr und Freiwilliges Ökologisches Jahr ergänzen und das bürgerliche Engagement fördern.  www.bundes-freiwilligendienst.de
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