Rellingen : Bürgerstiftung will Rechtsform ändern

Erfolgreiches Team: Rellingens Bürgermeisterin  und Stiftungsbeiratsvorsitzende Anja Radtke   und Geschäftsführer Klaus Parusel.
Erfolgreiches Team: Rellingens Bürgermeisterin und Stiftungsbeiratsvorsitzende Anja Radtke und Geschäftsführer Klaus Parusel.

Weniger Bürokratie, schneller Entscheidungen: Die Bürgerstiftung will selbstständiger werden - und plant die Trennung von der VR Bank Pinneberg.

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29. August 2013, 00:35 Uhr

Im März und Juli 2010 wurde durch verbindliche Unterschriften der Grundstein für eine Erfolgsgeschichte gelegt: Zu diesem Zeitpunkt ging die Bürgerstiftung Rellingen als unselbstständige Treuhandstiftung bei der Bürgerstiftung der VR Bank Pinneberg an den Start. Das Stiftungskapital von 175 000 Euro – eine Erbschaft der 2008 verstorbenen Rellinger Bürgerin Irmgard Lüdt – ist aktuell auf 296 000 Euro angewachsen. Rellingens Bürgermeisterin und Stiftungsbeiratsvorsitzende Anja Radtke und Geschäftsführer Klaus Parusel planen jetzt den nächsten Schritt: Im Hauptausschuss am Montag, 2. September (19 Uhr, Rathaus), soll der Weg für die Selbstständigkeit freigemacht werden.

Der Grund liegt auf der Hand: Radtke und Parusel streben künftig mehr Flexibilität an. Denn durch die aktuelle Rechtsform sind der Bürgerstiftung in ihrer Handlungsfreiheit die Hände gebunden: „Für jedes Projekt ist zunächst die Zustimmung durch die VR Bank einzuholen. Auch die finanzielle Abwicklung erfolgt durch die VR Bank, allerdings immer zwingend über einen Dritten, der die Gemeinnützigkeit nachweisen muss. Das führte in der Vergangenheit zu Verzögerungen und zu unnötigem zusätzlichen Verwaltungsaufwand“, so Radtke.

Stichwort: schlankere Abwicklung. Die Entscheidungsebene Treuhänder als Verwalter als derjenige, der die Stiftungsmittel vergibt und die Fördermaßnahmen abwickelt, soll geändert werden. Parusel ist ermutigt: „Der Großteil der Bürgerstiftungen in Deutschland ist selbstständig. Zudem ermutigt der Bundesverband Deutscher Stiftungen zu diesem Schritt.“

Rückendeckung gibt es von der VR Bank: „Die wäre stolz über den Schritt und bietet weiterhin Beratung an“, heißt es in dem Antrag.

Gibt der Hauptausschuss grünes Licht, soll es möglichst am 1. Januar 2014 losgehen.

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