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Pinneberger Tageblatt

21. November 2017 | 22:30 Uhr

Bürgerstiftung hilft Demenzkranken

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

DRK-Angebot Verein finanziert anteilig Rellinger Kursus für Motopädagogik in 2016 und 2017 / Hoffen auf weitere Spender

von
erstellt am 12.Sep.2017 | 16:00 Uhr

Der wissenschaftliche Begriff für Motopädagogik setzt sich zusammen aus Motorik (Bewegung) und Pädagogik (Erziehung). Auch als eine Erziehung durch Bewegung beschreibt Petra Grimpe, Leiterin der Tagespflege Rellingen in der DRK-Begegnungsstätte im Appelkamp 9, das seit Jahren bestehende Angebot für Senioren. Gestern konnte die leitende Pflegefachkraft durchatmen: Der Vorstand der Bürgerstiftung Rellingen sichert anteilig die Finanzierung des Montags-Angebots in diesem Jahr und 2018.

Vorstandsvorsitzende Anja Radtke und Geschäftsführer Christoph Rind konnten im zurückliegenden Monat Juni den Hilferuf der DRK-Einrichtung nicht ignorieren. „Fünf Jahre lang förderte der Round Table, 13 Jahre der Lions Club den Montagskursus unter der Leitung von Motopädagogin Janne Jansen-Jessen“, beschrieb Grimpe die bisherigen Finanzpolster, die nun weggebrochen sind.

Im Juni war damit Schluss. „Die Mitglieder des Beirats waren sich schnell einig, pro Jahr 1200 Euro bereitzustellen,“ sagte Rind. „Wir sind dankbar, dass wir das Projekt aus dem Seniorenbereich unterstützen können.“ So würde ein Gleichgewicht zwischen der Förderung der Generationen gewährleistet sein, betonte Rind die Statuten der Stiftung.

Zwölf Tagespflegeplätze kann das Deutsche Rote Kreuz am Appelkamp vorhalten. Das Verhältnis der Teilnehmer liegt laut Grimpe bei 66 Prozent Männer und 33    Prozent Frauen. „Im Alter zwischen Anfang 50 bis älter als 90 Jahre“, nennt Grimpe die Altersspanne. Die Warteliste ist lang. Da werde der beschlossene Umzug in den geplanten neuen Senioren-Wohnkomplex am Ellerbeker Weg mit dann vier weiteren Plätzen an der angespannten Lage nicht viel ändern, hofft Grimpe trotzdem auf eine leichte Entspannung.


Fachkraft gibt ihr Wissen weiter


Sturzprävention, Balance, Gang-Sicherheit, Kommunikation – für Grimpe ist die Motopädagogik eine feste Größe im breiten Angebot. Zudem können die Mitarbeiter von dem Wissen von Jansen-Jessen profitieren: „Die Fachkraft weist unsere Mitarbeiter im Haus in die Inhalte ein.“

Für Radtke und Rind soll das Engagement der Bürgerstiftung zu guter Letzt auch ein Impuls sein. „Wir hoffen, dass sich weitere Spender angeregt und aufgefordert fühlen, sich für die Finanzierung der körperlichen und geistigen Mobilisierung von meist demenzkranken Menschen zu engagieren.

Diejenigen, die helfen wollen, können sich beim Deutschen Roten Kreuz unter der Telefonnummer (0  41  01) 55  31  88 melden oder sich im Internet informieren.

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www.buergerstiftung-rellingen.de

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