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Kreis Pinneberg : Bürgernummer 115: Testphase läuft positiv

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Kreis Pinneberg gehört zu den Vorreitern in Schleswig-Holstein. „Hochrechnungen zufolge werden wir Ende 2014 etwa 7100 Anrufe bearbeitet haben. 2013 waren es 6200“, so Andreas Köhler von der Kreisverwaltung.

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erstellt am 09.Aug.2014 | 12:30 Uhr

Kreis Pinneberg | Die neue Behördennummer 115 – eine Erfolgsnummer? Am Ende der etwa drei Jahre dauernden Testphase zieht die Pinneberger Kreisverwaltung eine positive Bilanz. Sie will das Angebot fortführen. Und ausbauen. Hinter der 115 verbirgt sich eine bundesweit einheitliche Telefonnummer, über die Bürger Informationen zu Behördenangelegenheiten bekommen können.

„Hochrechnungen zufolge werden wir Ende 2014 etwa 7100 Anrufe bearbeitet haben. 2013 waren es 6200 und im Jahr zuvor 5000“, freut sich Andreas Köhler, Fachbereichsleiter Bürgerservice, Recht und Bauen über die wachsende Resonanz. Trotzdem hofft die Kreisverwaltung auf noch mehr Anrufer. „Die 115 ist noch längst nicht so bekannt wie die Notrufnummern 110 oder 112“, sagt Köhler. Deswegen wirbt er für die 115.

„Die 115 ist noch längst nicht so bekannt wie die Notrufnummern 110 oder 112.“

Beteiligt sind mit Ausnahme von Helgoland und Quickborn auch alle Kommunen im Kreis. Egal also, ob Anrufer etwas zur Hundesteuer (Gemeinde) oder zum Führerschein (Kreis) wissen wollen: Sie können sich bei der 115 melden, bekommen Auskunft oder werden mit der passenden Stelle verbunden.

Der Kreis Pinneberg war Ende 2011 schleswig-holsteinweit der erste, der die 115 einführte. Die Kooperation haben Kreis, Kommunen und die Bundesregierung, welche das Projekt initiiert hat, in einem Vertrag geregelt. Der läuft im November aus. „Nun müssen die politischen Gremien im Kreis und in den Kommunen entscheiden, ob sie die zentrale Nummer 115 behalten wollen. „Es gibt Möglichkeiten, die Kooperation noch weiter zu  vertiefen“, sagt Köhler. Etwa, indem Telefonzentralen zusammengelegt würden.

Hintergrund zur Behördennummer 115: Das Bundesinnenministerium hat eine Infobroschüre zur einheitlichen Behördennummer 115 herausgegeben. Drei Versprechen stehen darin: Die Anrufer erreichten erstens einen freundlichen Mitarbeiter im nächstgelegenen Servicecenter. Sie bekämen zweitens einheitliche, verständliche und verlässliche Auskünfte , egal ob das Anliegen kommunale Verwaltungen, Landes- oder Bundesbehörden betreffen. Und sie erlebten drittens einen effizienten Bürgerservice. Die 115 ist von Montag bis Freitag, von 8 bis 18 Uhr, erreichbar. 75 Prozent der Anrufe würden innerhalb von 30 Sekunden angenommen, 65 Prozent der Fragen beim Erstkontakt beantwortet, der Rest innerhalb von 24 Stunden.
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