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Sommerinterview Teil 2 : Bürgermeisterin Urte Steinberg: „Habe nie von Stillstand gesprochen“

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Verwaltungschefin hält am Zeitplan für die Schulbausanierung fest. Gebührenpflicht für Lehrerparkplätze sind weiter im Gespräch.

Pinneberg | Westumgehung, Innenstadtgestaltung, Umbau Bahnhof, Schulbausanierung, Weiterentwicklung Parkstadt, Ilo-Gelände und Konsolidierung des Haushalts: Urte Steinberg (parteilos), seit 2013 Bürgermeisterin von Pinneberg, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kreisstadt voranzubringen. Im mehrteiligen Sommerinterview berichtet sie über die Fortschritte dieser Projekte.

An den Schulen wird jetzt saniert. Also doch kein Stillstand?
Steinberg: Von Stillstand habe ich auch nie gesprochen. Realistisch gesehen sind die Arbeiten in den vergangenen Monaten kontinuierlich voran gegangen. Natürlich nutzen wir die Ferienzeiten für Maßnahmen, die während des Schulbetriebs nur schwer machbar sind. An jeder Schule in Pinneberg wird derzeit gearbeitet.

Werden solche Aktionen vielleicht zu wenig kommuniziert?
Mit den Schulleitungen sind wir im engen Kontakt. Zukünftig werden wir noch aktiver über abgeschlossene Maßnahmen informieren.

Die fortgeschriebene Schulbausanierungsplanung liegt immer noch nicht vor. Warum ist das so?
Leider konnte aufgrund mangelnder personeller Kapazitäten die Fortschreibung des Schulgebäudesanierungsplanes noch nicht abschließend erfolgen. Die Politik wird den Entwurf erhalten und die politische Beratung ist für die Ausschusssitzungen im September geplant, damit auf Grundlage der Fortschreibung die Haushaltsplanung erfolgen kann. Auswirkungen auf die laufenden Maßnahmen gibt es nicht.

Hat sich das Verhältnis zur Schulallianz verbessert?
Gemeinsam haben wir das Ziel, die Situation an den Schulen in Pinneberg zu verbessern. Aus meiner Sicht betreiben wir einen hohen Kommunikationsaufwand auch in Richtung der Schulallianz, um diese über relevante Themen zu informieren und ich stehe auch für regelmäßige persönliche Gespräche zur Verfügung.

Die Debatte um die Gebührenpflicht für Schulparkplätze schlägt hohe Wellen? Lohnt sich der ganze Ärger überhaupt für 50  000 Euro Mehreinnahmen jährlich?
Wir sind verpflichtet sämtliche Einnahmemöglichkeiten zu prüfen, auch die Gebührenpflicht für die Schulparkplätze gehört dazu. Es ist aus meiner Sicht nicht ungewöhnlich, wenn Arbeitnehmer für ihren Parkplatz bezahlen müssen. Die Parkplätze an den Schulen stellen eine Besonderheit dar, da die Sicherheit der Schüler gewährleistet sein muss. Wir sind dabei, die Hinweise von den Schulleitungen und aus der politischen Beratung zu bewerten und der Politik eine ergänzte Entscheidungsvorlage vorzulegen.

2018 soll das Sanierungsprogramm abgeschlossen sein? Halten Sie das für realistisch?
Die Realisierung der Maßnahmen selbst steht nicht zur Debatte und hat weiterhin Priorität. Wir haben jetzt anderthalb Jahre Erfahrungen mit dem Sanierungsprogramm gesammelt. Diese Erfahrungen lassen wir jetzt in die Fortschreibung einfließen, damit wir für alle Seiten einen realistischen Zeitplan erstellen und keine Erwartungen wecken, die nicht erfüllt werden können.

Es heißt, dass dann die Sanierung der Sportanlagen ansteht? Wie viele Millionen Euro wird das kosten?
Sicher ist, dass auch bei den Sportanlagen ein Sanierungsstau besteht. Die Höhe ist noch zu ermitteln. Wir werden dies auch ermitteln und sehen, was sich realisieren lässt. Vor dem Hintergrund unserer Haushaltslage kann ich dazu derzeit noch nichts sagen.

Lesen Sie am Freitag den dritten Teil des Interviews im Pinneberger Tageblatt.
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erstellt am 13.Aug.2015 | 10:00 Uhr

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