Interview : Bürgermeister Detlef Goos zur Agenda für 2015

In sechs Wochen läuft die Frist für die Vertragsabschlüsse mit dem Internetanbieter Wilhelmtel ab – erst dann startet der Ausbau des Glasfasernetzes. Auch öffentliche Einrichtungen wie die Grundschule (hinten) und die Bücherei würden davon profitieren.
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In sechs Wochen läuft die Frist für die Vertragsabschlüsse mit dem Internetanbieter Wilhelmtel ab – erst dann startet der Ausbau des Glasfasernetzes. Auch öffentliche Einrichtungen wie die Grundschule (hinten) und die Bücherei würden davon profitieren.

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05. Januar 2015, 16:00 Uhr

Bönningstedt | „Wir dürfen den Anschluss an die Zukunft nicht verpassen“, mahnte Tangstedts Bürgermeister Detlef Goos (FDP) während der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter. Gemeint war damit der Ausbau des Glasfasernetzes, der schnelles Surfen im Internet ermöglicht. Im Interview berichtet Goos über die verstärkten Bemühungen.

Endspurt fürs schnelle Internet: Wie ist der aktuelle Sachstand?
Etwa 50 bis 60 Anträge fehlen noch; in den letzten sechs Wochen bis zum 13. Februar werden Gemeindevertreter und interessierte Bürger bei Hausbesuchen versuchen, die notwendige Quote zu erreichen.

Busfahrplan: Zwei zusätzliche Verbindungen am Sonnabend würden die Mobilität vieler älterer Menschen verbessern. Die Kosten würden in etwa so hoch liegen wie die des Taxis (etwa 2000 Euro/Jahr). Würden sie das für sinnvoll halten?
Ja, das ist sicher sinnvoll und muss in den Fraktionen und im Sozialausschuss neu diskutiert werden. Aber wir haben bisher ein Defizit im Haushalt in Höhe von etwa zehn Prozent oder 280.000 Euro, da muss jede weitere freiwillige Leistung wohl überlegt werden.

Gewerbegebiet Heidehofweg/Battelsweg: Wie schnell können die Erweiterungspläne umgesetzt werden?
Das hängt von der Zeit ab, die die Landesplanung für die Genehmigung der notwendigen Änderung des Flächennutzungsplans benötigt, es kann bis zu einem halben Jahr dauern. Erschließungsmaßnahmen wie Straßenbau sind nicht geplant.

Erweiterung Wohngebiet Steenacker: Im Januar soll die Gemeindevertretung entscheiden, wann das Gebiet erschlossen werden kann. Wie ist der Stand bei den Grundstücksverhandlungen? Wie viele Wohneinheiten sollen entstehen?
Ich hoffe, den noch ausstehenden Grunderwerb im Januar zu tätigen. Dann wird unmittelbar darauf die Gemeindevertretung die Änderung des F-Plans und die Aufstellung eines Bebauungsplans Nr. 14 beschließen. Es werden auf einer Fläche von 1,6 Hektar voraussichtlich 23 Wohneinheiten als Einzel- und Doppelhäuser entstehen.

Zum Ende des kommenden Jahres beenden Sie Ihre Tätigkeit als Bürgermeister. Was wünschen Sie sich vom Nachfolger/in? Welche Voraussetzung sollte er/sie unbedingt mitbringen? Mit welchem Arbeitsaufwand ist für diese Aufgabe zu rechnen? Was liegt Ihnen besonders am Herzen?
Die Neuwahl einer Bürgermeisterin oder eines Bürgermeisters erfolgt am 22. April. Die oder der Neue sollte Erfahrung als Gemeindevertreter haben und mit einem Arbeitsaufwand von zehn bis 20 Stunden in der Woche rechnen. Den Fraktions- und Ausschuss-Vorsitzenden unserer Gemeindevertretung hat unser Leitender Verwaltungsbeamter Detlev Brüggemann vom Amt Pinnau bereits aufgezeigt, wie die Arbeit auf verschiedene Schultern verteilt werden könnte.

Darüber hinaus liegt mir besonders am Herzen, dass auch meine Nachfolgerin oder mein Nachfolger ein offenes Ohr für alle Bürger hat. Als Gemeindevertreter bleibe ich weiter aktiv.

Welche Investitionen sind in Tangstedt im kommenden Jahr geplant?
Im Wesentlichen wird der Endausbau (Asphaltierung) im Gewerbegebiet Lehmkoppel erfolgen sowie die Planung und Erschließung des neuen Wohngebiets zwischen Bendloh/Steenacker und dem Wirtschaftsweg „Im Felde“. Bei sich bietender Gelegenheit könnte die Gemeinde weitere Flächen erwerben und auch Gebäude, die für die Unterbringung von Flüchtlingen geeignet sind.

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