Projekt in Sachen Kultur : Bürger sollen ihre Kunst im Beutel schicken

<p>Die Künstlerinnen Birgit Bornemann (von links), Marion Inge Otto-Quoos (Mioq) und Hannah Rau freuen sich über eingesendete Kulturbeutel.</p>

Die Künstlerinnen Birgit Bornemann (von links), Marion Inge Otto-Quoos (Mioq) und Hannah Rau freuen sich über eingesendete Kulturbeutel.

Der Verein Kulturwerk konzentriert sich nun auch auf Literatur und Film.

shz.de von
13. Juli 2018, 15:03 Uhr

Pinneberg | Der Verein Kulturwerk hat sich bis zum vergangenen Jahr ausschließlich auf bildende Kunst konzentriert. Mit dem aktuellen Sitz in Pinneberg änderte sich nun auch die Zielrichtung. Sie umfasst ab sofort auch Literatur und Film.

 „Für uns ist das eine Chance, Kultur lebendig zu gestalten“, sagte Künstlerin Marion Inge Otto-Quoos. Ziel sei es, die landesweite Kunst von Künstlern zu fördern. Es ist anvisiert, der Kultur an sich eine breitere Öffentlichkeit zu verschaffen.  

Ein Projekt heißt Kunst im Beutel (KiB). Es  untersucht, wie Kultur in der Gesellschaft wirkt. Jeder darf im Zuge des Vorhabens einen oder mehrere Beutel packen und dort alle Dinge und Werke aufnehmen, die die jeweilige Person mit Kultur verbindet.

Die ersten Kibs seien bereits eingetroffen. Es wurden selbstgefertigte Taschen mit Reisematerial, Gedichten, Hosenträgern und einem Bild vom Kölner Dom eingesendet. KiB ist sowohl informativ, als auch interdisziplinär angedacht und dabei ortsungebunden. Die Beutel reisen als mobiles Kulturgut durchs Land. Kunstgeschichtsstudenten der Uni Kiel begleiten das Projekt. Die Künstler warten jetzt auf Einsendungen.  Die Kulturbeutel sind  an folgende Adresse zu schicken: Oberer Ehmschen 102, 25462 Rellingen.

Die Ausstellungseröffnung zum KiB ist am 16. September von 11 Uhr bis etwa 16Uhr im Atelier Kunstremise am Fahlskamp. Eine Woche später ist die Präsentation im Zuge der Schau der 1000 Bilder in der Kieler Sparkassen-Arena übers Wochenende zu sehen. Der Vorstand des Vereins ist schon dabei, weitere Ausstellungsorte zu organisieren. Das zweite Projekt des Vereins nennt sich PAV-STIP, das Pavillonstipendium. Dieses ist das kleinste Stipendium weltweit. Künstler können sich mit einer Projektidee bewerben und einen Tag im Pavillon auf dem Gelände der Kunstremise, Fahltskamp 30, verbringen. Jeder Künstler ist aufgefordert, vorab das Konzept fürs Vorhaben an die Vereinsadresse, Oberer Ehmschen oder per E-Mail unter post@kulturwerk-sh.de einzureichen. Einsendeschluss ist der 15.Juli. 

Der Pavillon kann genutzt werden, um beispielsweise darin zu arbeiten, zu denken, zu fühlen, zu schreiben. „Es ist aber auch erlaubt, einfach dem Rauschen der Blätter zu lauschen“, sagte Wortwerkerin Hannah Rau. Der Kreis Pinneberg  fördert die beiden Projekte.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen