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Brutaler Überfall und Rechts-Rock-Konzert in Elmshorn

vom

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erstellt am 14.Aug.2013 | 01:14 Uhr

Kreis Pinneberg | In den vergangenen Jahren sind immer wieder Neonazis mit Gewalttaten oder Konzerten im Kreis Pinneberg aufgefallen. Ein wichtiger Funktionär der NPD wohnt in Uetersen.

Im Mai hatten Neonazis einen Punker-Treff in Elmshorn überfallen. Mehrere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Die Polizei war mit mehreren Wagen und mehr als einem Dutzend Beamten am Einsatzort.

Ende 2012 hatte die rechte Bremer Band "Kategorie C" ein Konzert in der Elmshorner Diskothek "One" gegeben. Der Bremer Verfassungsschutz bezeichnet die Gruppe, die auch unter dem Namen "Herm" auftrete, in seinem Bericht von 2012 als Bindeglied zwischen Rechtsextremen und Hooligans. Die Band verherrliche Gewalt und rekrutiere Nachwuchs für die rechte Szene.

Das Konzert in Elmshorn wurde scheinbar geheim organisiert. Der Betreiber der Disko zeigte sich überrascht und wusste nach eigenen Angaben nichts von dem Auftritt. Das Haus sei für eine "Deutsch-Rock-Veranstaltung" vermietet worden. Auch die Polizei habe von der Veranstaltung nichts gewusst, wie eine Behördensprecherin damals mitteilte. Etwa 150 Gäste hätten das Konzert besucht. Zwischenfälle habe es nicht gegeben. Die Band war auch 2010 mit einem Konzert in Bönningstedt aufgefallen.

In Uetersen wohnt mit Ingo Stawitz ein hoher NPD-Funktionär. Er ist laut Internetseite der Partei Landesvorsitzender. Die Rechtsextremen hatten auch mehrfach Sitzungen im Pinneberger Restaurant "Rondo" abgehalten.

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