zur Navigation springen

Sie fesselten die Opfer : Brutale Bande bei Einbruch gefasst

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Nach einer Tat im Kreis Pinneberg gab es den entscheidenden Tipp.

Kreis Pinneberg | Ihre Masche war immer dieselbe und sie war besonders hinterhältig: Einer der Täter gab sich als Paketbote aus, die anderen standen Schmiere. Als die Bewohner die Tür öffneten, wurden sie überwältigt, gefesselt und die Kriminellen durchsuchten das Haus nach Wertsachen. Unter anderem ein Ehepaar in Pinneberg-Waldenau wurde Opfer der Bande. Jetzt klickten bei einem weiteren Überfall im Hamburger Süden die Handschellen.

Die entscheidende Spur hatten die Fahnder nach dem Überfall in Pinneberg am 29. November aufgenommen. Wie Axel Bieler, Oberstaatsanwalt in Kiel, auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilte, hatte ein aufmerksamer Zeuge ein verdächtiges Auto gemeldet. Seine Beschreibung war so detailliert, dass der Halter ermittelt werden konnte. Dann stellten die Ermittler einen Antrag bei der Staatsanwaltschaft, die mutmaßlichen Täter zu observieren. Die Staatsanwaltschaft gab ihr Okay, und die Fahnder hefteten sich an die Hacken der Bande.

Am Montag, 12. Dezember, wollten die vier Täter an einem Einfamilienhaus im Hamburger Stadtteil Eißendorf zuschlagen. Wieder klingelte ein „Paketbote“ an der Tür einer älteren Dame. Dann ging alles sehr schnell, wie der Oberstaatsanwalt schildert. Die Frau öffnete die Tür. Die Täter überrumpelten sie. Das Mobile Einsatzkommando schlug zu. Oberstaatsanwalt Bieler: „Es war eine grandiose Arbeit der Landespolizei, in diesem Fall alle vier Täter festzunehmen.“ Laut Polizei wurde die Bewohnerin bei der Tat leicht verletzt. Sie konnte aber nach ambulanter Behandlung in ihr Haus zurückkehren. Das werden die Täter vorerst nicht: Gegen sie wurde Haftbefehl wegen schweren Raubs erlassen. Und bei den folgenden Hausdurchsuchungen gab es Hinweise auf weitere Taten.

Blaulichtmonitor

Was ist der Blaulichtmonitor?

 
zur Startseite

von
erstellt am 15.Dez.2016 | 10:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen