Brücken zwischen zwei Kulturen

'Normandie' malte Tobias Duwe 2012 mit Öl auf Leinwand. PT(2)Die Organisatorinnen: Stefanie Fricke (links), Künstlerische Leiterin der Drostei, und die Pinneberger Künstlerin Mouna Ramcke vor einem - noch titellosen - Werk von Ramcke. juw
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"Normandie" malte Tobias Duwe 2012 mit Öl auf Leinwand. PT(2)
Die Organisatorinnen: Stefanie Fricke (links), Künstlerische Leiterin der Drostei, und die Pinneberger Künstlerin Mouna Ramcke vor einem - noch titellosen - Werk von Ramcke. juw

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25. Januar 2013, 01:14 Uhr

Pinneberg | Elf Jahre hat es gedauert, aber jetzt findet die deutsch-französische Ausstellung "Pont des Arts" ihre Fortsetzung in der Drostei. 2002 organisierte Mouna Ramcke, Pinneberger Künstlerin aus Grasse in Südfrankreich, die erste Ausgabe. Sie wollte damals das 40-jährige Jubiläum des Élysée-Vertrags als Anlass nehmen. Aus terminlichen Gründen fand die Ausstellung aber ein Jahr früher ihren Weg in die Drostei. Jetzt - zum 50-jährigen Geburtstag der deutsch-französischen Freundschaft - hat es geklappt. Am Sonnabend, 9. Februar, findet die Vernissage zu "Pont des Arts II" in der Drostei, Dingstätte 23, statt. Bis Sonntag, 24. März, sind dann Installationen, Gemälde und Fotografien von sechs Künstlern zu sehen.

Die Auswahl der Teilnehmer ist dabei eine etwas andere als noch beim ersten Mal. Stefanie Fricke, künstlerische Leiterin der Drostei, erklärt: "Damals war es eine Mischung aus französischen und deutschen Künstlern." Bei der zweiten Auflage luden die Veranstalter Menschen ein, die eine persönliche Verbindungen zu beiden Nationen haben - sei es durch die Eltern oder Partner. "Sie leben und arbeiten dabei sowohl in Frankreich als auch im norddeutschen Raum", erklärt Fricke und fügt hinzu: "Wir wollen natürlich keine Interpretation vorschreiben, aber man gewinnt schon den Eindruck, dass in den Ausstellungsstücken auch der Kontrast zwischen zwei Kulturen verarbeitet wird." Beide betonen aber auch: "Der rote Faden der Ausstellung sind die Künstler und nicht unbedingt ihre Werke", so die Kuratorin. Man habe kein Thema für die Ausstellungsstücke vorgegeben, ergänzt Ramcke. Die meisten Bilder wurden daher auch nicht für die Ausstellung angefertigt, sondern stammen aus dem bereits existierenden Fundus der Künstler.

Schon 2002 dabei: Tobias Duwe aus Bad Oldesloe, verheiratet mit einer Französin. Ebenfalls über ihren Partner mit dem jeweiligen Nachbarland verbunden sind Nathalie David, Burkhard Dierks, Armelie Maguer und Mouna Ramcke selbst. Der in Koblenz geborene Michael Halfmann hat französisch-deutsche Eltern.

"Pont des Arts II" ist Teil des Programms "arabesque", der deutsch-französischen Kulturtage in Hamburg. Die Schirmherrschaft für die Ausstellung übernehmen Anke Spoorendonk, Ministerin für Justiz, Kultur und Europa in Schleswig-Holstein und Sylvie Massière, französische Generalkonsulin in Hamburg. Spoorendonk will auch bei der Eröffnung dabei sein. Die beginnt um 12 Uhr mit einer Begrüßung von Fricke, mit anschließenden Grußworten der Ministerin und von Landrat Oliver Stolz.

Dr. Barbara Aust-Wegemund übernimmt danach die Einführung in die Ausstellung. Musikalisch begleitet wird die Vernissage vom "Duo Miroir" (Violine und Akkordeon).

Ramcke hat eigens für das Jubiläum des Élysée-Vertrags Postkarten angefertigt, die während der Austellung in der Drostei für 1,50 Euro verkauft werden. 50 Cent vom Erlös gehen an das Kulturzentrum.

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