zur Navigation springen

Pinneberg : Brot und Konfitüre für die Künstler

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Kreiskulturverband feierte 40. Geburtstag - und mahnt die Politik zu mehr Interesse am kulturellen Leben in der Region.

shz.de von
erstellt am 17.Sep.2013 | 16:00 Uhr

Er vertritt als eine Art Dachverband die Interessen tausender Kulturschaffender gegenüber dem Kreis Pinneberg. Zu seinen Mitgliedern zählen Einzelpersonen und Vereine vom Fotokreis Pinneberg über die Uetersener Chorknaben bis zum Industriemuseum Elmshorn: Am vergangenen Sonntag feierte der Kreiskulturverband (KKV) seinen 40. Geburtstag. Diesen Anlass nutzen die 151 Mitglieder um Vorsitzende Elke Ferro-Goldstein, um an die Erfolge ihres jahrzehntelangen Kampfes ums Brot für die Kreis Pinneberger Künstler zu erinnern und in der Pinneberger Drostei auf eine bewegte Verbandsgeschichte zurückzublicken.

„Als im Jahr 1972 die Fördergelder des Kreises Pinneberg gestrichen wurden, bildete sich eine Arbeitsgruppe aus aktiven Kulturschaffenden, die diesen Zustand ändern wollte. Aus diesem Arbeitskreis ist wirklich etwas Gutes entstanden“, resümierte Ferro-Goldstein in ihrer Rede. „Heute ist die Kulturförderung und damit auch die freiwillige Zahlung von Fördergeldern den Kreispolitikern ein wichtiges Anliegen.“ Doch dass es hin und wieder auch noch ein bisschen mehr „Konfitüre fürs Brot der Künstler“ seitens der Politik geben könnte wurde nicht nur von KKV-Vorstandsmitglied Werner Lohmann eingeworfen. „Politiker könnten sich allgemein mehr für Kunst interessieren, nicht nur, wenn sie eingeladen werden und umsonst kommen dürfen“, merkte Künstlerin und ehemaliges KKV-Vorstandsmitglied Brigitte Brennecke an.

Zu den Gratulanten aus der Politik, die das Kulturprogramm der Veranstaltung bis zur letzten Minute genossen, zählte Kreispräsident Burkhard Tiemann (CDU), der in seiner Rede alle Künstler ermutigte, die Kulturlandschaft des Kreises auch künftig durch ihre Kreativität zu bereichern und die „Ausstrahlung des Kreises“ zu fördern „Nahrung für die Sinne“, nannte Sibylle Halberg, Vorsitzende des Fördervereins Landdrostei, die Kunst, während der Tornescher Künstler Jörgen Habedank anmerkte, dass Kunst- und Kulturschaffen auch bedeute, viele Sorgen zu haben, und es dazugehöre, auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam zu machen.

Weniger Sorgen, dafür reichlich Nahrung für die Sinne gab es mit den Auftritten von Linnéa Mahnke an der Harfe, Gitarrist Florian Seyfarth und Frank Grischek, der sich mit seiner Kabarett-Show mit Akkordeon sämtliche mit seinem Instrument verbundenen Klischees zu Nutzen machte, um zu begeistern.

Ferro-Goldstein sagte: „Unser Anliegen ist dasselbe wie vor 40 Jahren, in der Umsetzung und Organisation sind wir mit der Zeit gegangen.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen