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Pinneberger Tageblatt

21. Oktober 2017 | 03:51 Uhr

Brodelnder Swing im Hinterhof

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Im Mittelpunkt des Reeperbahnfestivals steht diesmal die digitale Revolution

shz.de von
erstellt am 27.Sep.2013 | 18:20 Uhr

Wenn selbst der abgelegenste Hinterhof auf dem Kiez im Einklang aus Kunst, Musik und Business swingt und brodelt, geht das Reeperbahn Festival in eine neue Runde. Was 2006 als überschaubare Spielwiese für Musikbegeisterte und „Fachidioten“ begann, hat sich inzwischen zu Deutschlands größtem Clubfestival gemausert. Ein Seismograph der Musikkultur und Kreativwirtschaft. Das diesjährige Motto lautet: „Talents, Trends and Trade“.

Mehr als 300 Konzerte mit Newcomern aus unterschiedlichsten Genres sowie 50 Programmpunkte aus den Bereichen Film, Literatur, Comics, bildende und digitale Kunst warten auf die Besucher. Selbst Bürgermeister Olaf Scholz diskutiert in diesem Jahr im Rathaus mit Musikschaffenden über die Herausforderungen des digitalen Umbruchs und die daraus entstehenden wirtschaftlichen und kulturellen Veränderungen.

Zu den 300 meist internationalen Newcomern aus den Sparten Indie, Pop, Rock, Folk, Singer-Songwriter, Electro, Hip Hop, Soul, Jazz und Neo-Classic zählen die psychedelischen „Antimatter People“ aus Luxemburg, die deutsch-türkische Songschreiberin Elif sowie das Duo Mireille und Mathieu , das eine Kreuzung aus „Actionpainting und Operngesang“ verspricht. Zu den – bewusst in überschaubarer Anzahl verpflichteten – bekannteren Künstlern des Newcomer-Mekkas zählen der Schmusebarde James Blunt, „People help the people“-Sängerin Birdy und die Lokalmatadoren von Kettcar, die sich mit ihrem Auftritt in eine längere kreative Pause verabschieden.

Mit ihrem Musikprojekt „Gloria“ präsentieren sich Moderator Claas Heufer-Umlauf und der „Wir sind Helden“-Gitarrist Marc Tavassol als Duo. Zu den Lokalitäten, an denen die Besucher Auftritten lauschen, musikaffine Kunstprojekte bestaunen oder sich miteinander vernetzen können, zählen bekannte Clubs wie die Große Freiheit 36, Musikkneipen wie Affenfaust, Hasenschaukel und Möwe Sturzflug, das Clubheim des FC St. Pauli, aber auch Table Dance Bars, Kirchen, Galerien und Schiffe. Ex MTV-Legende Ray Cokes lädt erneut ins Schmidt Theater zu „Rays Reeperbahn Revue“.

2800 Vertreter der Musikindustrie und Social Media – darunter Bestsellerautorin Cornelia Funke und der US-Medienanalyst Ken Doctor – diskutieren in Meetings über die neuesten Trends der Branche. Erstmals verliehen wird der Award „Der Helga“. Das Straßenkino „A Wall is a Screen“, Türsteherlesungen, Straßenkunstspaziergänge und die „Flatstock Europe Poster Convention“ gehören bereits zu den Klassikern des Festivals. Zu schrillen Aktionen gehört das Brüllwürfelprojekt – eine Installation ineinandergeschichteter, eingeschalteter Ghettoblaster.



Reeperbahn Festival, 25.-28.9., Tagesticket 34  Euro, Drei-Tagesticket 60 Euro,
www.reeper bahnfestival.com

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