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Umfrage : Breitband interessiert die Bürger nicht

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kaum Rückläufer in den drei Amtsgemeinden Prisdorf, Kummerfeld und Borstel-Hohenraden.

Prisdorf/Kummerfeld/ Borstel-Hohenraden | Das Interesse an schnelleren Internetverbindungen ist in den Gemeinden Prisdorf, Kummerfeld und Borstel-Hohenraden offenbar nur gering. Das lässt zumindest das Ergebnis einer Breitband-Umfrage vermuten, die den Bedarf in den drei Kommunen ermitteln sollte und von den Bürgermeistern angeschoben wurde. Nur etwa 20 Prozent der etwa 3000 angeschriebenen Haushalte beantworteten die Fragebögen. Von denen war die Mehrzahl mit dem Angebot vor Ort zufrieden.

Das ernüchternde Ergebnis hat zur Folge, dass die Gemeindeoberhäupter das Thema „Breitband“ erst einmal zu den Akten legen. Zwar waren sich Rolf Schwarz (BBP, Prisdorf), Jürgen Rahn (CDU, Borstel-Hohenraden) und Erika Koll (SPD, Kummerfeld) einig, dass sie langfristig mit einem Partnerunternehmen aktiv werden und Glasfaserkabel verlegen wollen, um eine flächendeckende Versorgung mit schnellen Internetanschlüssen sicherzustellen. Um einen Partner zu finden, müssten aber etwa 60 Prozent der Haushalte Interesse an dem Angebot haben. Davon sind alle drei Gemeinden weit entfernt. Auch, weil Telekom und Kabel Deutschland überall fast zeitgleich Verteilerkästen aufgestellt haben und die Bürger deshalb keinen Handlungsbedarf gesehen hätten, so die einhellige Meinung der Gemeindeoberhäupter.

„Ich finde es schade, dass die Resonanz so gering ist“, sagte Kummerfelds Bürgermeisterin Koll. Schließlich sei ein schnelles Netz für Kommunen ein wichtiger Standortfaktor. Für Borstel-Hohenradens Gemeindeoberhaupt Rahn ist das Thema „Breitband“ zwar aufgeschoben, aber nicht zu den Akten gelegt. „Wir wollen diese Frage alle drei Jahre wiederholen“, erklärte Rahn. Er schließt nicht aus, dass durch das neue Gewerbegebiet und Neubaugebiet noch Bedarf an einem schnelleren Netz entstehen könnte.

„Aufgrund der Umfrageergebnisse können wir gar nichts unternehmen“, betonte Prisdorfs Bürgermeister Schwarz. Er sieht auch in Zukunft kaum Chancen, einen Partner zu gewinnen, weil niemals 60 Prozent der Haushalte mitmachen würden und sich für einen Vertrag mit einem Breitbandanbieter entscheiden. Daran habe auch die Telekom großen Anteil. Die schafft aus seiner Sicht zwar kein optimales Angebot, engagiere sich aber zumindest so weit, dass Konkurrenz auf keinen grünen Zweig kommt.

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erstellt am 06.Dez.2016 | 16:00 Uhr

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