zur Navigation springen

Wehr in Bönningstedt : Brandschutzehrenzeichen in Gold

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Vier Urgesteine der Bönningstedter Wehr wurden geehrt. Sie sind 40 Jahre aktiv im Dienst.

Bönningstedt | Ehre, wem Ehre gebührt: Am vergangenen Sonntag hat die Freiwillige Feuerwehr Bönningstedt während einer Feierstunde vier Kameraden für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst mit dem Brandschutzehrenzeichen in Gold am Bande ausgezeichnet. Die Jubilare heißen Kurt-Hermann Breckwoldt, Günter Mundt, Willy Ostermann und Axel Raphael.

„Die Kameraden sind nicht gleichzeitig in unsere Wehr eingetreten, bei uns ist es üblich, die großen Dienstjubiläen eines Jahres in einer besonderen Feier zu würdigen“, erklärte Wehrführer Jens Peter Saathoff, der im Anschluss an die Begrüßung der Anwesenden die Laufbahn der vier Kameraden einzeln vorstellte.

Im Anschluss sagte Bürgermeister Peter Liske (BWG): „Wir ehren heute ganz besondere Menschen, denn wer sich 40 Jahre lang ehrenamtlich für den Schutz der Gemeinschaft zur Verfügung stellt, vollbringt eine großartige Leistung. Ich freue mich, dass ich Ihnen im Namen des Innenministers von Schleswig-Holstein, Stefan Studt, Glückwünsche und Dank übermitteln darf.“

Gemeinsam mit dem Wehrführer überreichte er die Ehrenurkunden und steckte ihnen die Brandschutzehrenzeichen in Gold am Bande an die Uniform. Auch die Gemeindevertreter Niels Hansen (BWG), Rolf Lammert (CDU) und Willi Werner (BFB) gratulierten und erfreuten die Kameraden mit Präsent-Umschlägen.

Humorvoller Rückblick

In einem humorvollen und teils kritischen Rückblick bedankte sich der langjährige Kassenwart Willy Ostermann für die Ehrung, auch im Namen seiner Kameraden. „Erfährt man hier doch noch auf diese Weise, dass unsere Arbeit und Einsatzbereitschaft Anerkennung und Wertschätzung erhält. Das tut gut.“

Das sei nicht immer der Fall: „Es gibt immer noch Bürger, die meinen, die Feuerwehr sei ein Club, ein Haufen mehr oder weniger wilder Typen, die am liebsten mit ihren großen roten, überteuerten Spielzeugautos durch die Gegend fahren, dabei viel Lärm machen, ansonsten gern feuchtfröhlich feiern und die übrige Zeit in der Wache sitzen und darauf warten, mal was tun zu dürfen“, beschrieb Ostermann die gängigen Klischees.

Aber die Realität sehe anders aus. „Diese Bürger können sich einfach nicht vorstellen, dass es solche Verrückten gibt, die zu jeder Tages- und Nachtzeit, bei Wind und Wetter, egal was sie gerade tun, alles stehen und liegen lassen, nur weil so ein kleiner Alarmmelder piept, um dann zur Wache zu eilen und irgendwelchen Menschen zu helfen. Und das alles, ohne einen Cent dafür zu erhalten.“ Dieses Pflichtbewusstsein haben jedoch die vier Kameraden, die damals, im Jahre 1974, in die Bönningstedter Feuerwehr aufgenommen wurden und – geschätzt – an etwa 2000 Einsätzen beteiligt waren.

Günter Mundt, Löschmeister: Eintritt am 17. Januar 1974, Ausbildung zum Maschinisten, Atemschutzgeräteträger, Sprechfunker, Truppführer und Gruppenführer; Geräte- und Kleiderwart.
Axel Raphael, Oberfeuerwehrmann: Eintritt am 11. Juni 1974, Ausbildung zum Maschinisten, zuständig für Materialbeschaffung und Fahrzeugeinbauten; Hilfe bei Veranstaltungen und Brandwachen.
Kurt-Hermann Breckwoldt, Hauptfeuerwehrmann: Eintritt am 3. September 1974, Ausbildung zum Maschinisten, Atemschutzgeräteträger, Sprechfunker, Truppführer; Mitarbeit im Küchenteam.
Willy Ostermann, Löschmeister: Eintritt am 1. Oktober 1974, Kassenwart seit 30. Januar 1976, Ausbilder für Holzbearbeitung, Übertritt in die Reservegruppe, seitdem Mitarbeit im Küchenteam.
Karte
zur Startseite

von
erstellt am 04.Nov.2014 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen