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Boris, 30 Jahre, ledig: Zum Fegen verdonnert

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Halstenbek | Boris Gertz ist dazu verdonnert, den Platz vor dem Halstenbeker Rathaus zu fegen. Nicht ganz: Denn bei der Aktion stand der Spaß an erster Stelle. Gertz ist 30 Jahre alt geworden, Single und ganz nach der Tradition musste er Treppen fegen.

Gemeinsam mit seinen Eltern erreichte Gertz den Rathausplatz auf einem Traktor - bekleidet nur mit einer Jacke und einer Krawatte.

Das Domtreppenfegen kommt ursprünglich aus Bremen, wobei ein unverheirateter Mann an seinem 30. Geburtstag eine öffentliche Treppe fegen muss. Es war eine sogenannte Hänselstrafe, bei der der Mann nur von einer Jungfrau freigeküsst werden konnte. "Meine kleine Tochter muss bestimmt dafür hinhalten", ahnte Ramona Fittkau, Schwester von Gertz.


Zahnbürste oder Besen mit kurzem Stil

Ganz so leicht wurde ihm das Wegfegen der zahlreichen Kronkorken jedoch nicht gemacht. Denn statt eines normalen Besens gab es entweder eine Zahnbürste oder einen Besen mit sehr kurzem Stiel.

Doch das Fegen war nur eine von vielen Aufgaben, die seine Freunde und Familie für ihn vorbereitet hatten. Sein Talent, das Bobbycar zu steuern und einen komplizierten Parcour zu überwinden, sorgte bei den zahlreichen Freunden für Heiterkeit. "Der macht immer so einen Blödsinn mit. Mit ihm kann man so etwas machen", sagte Vater Heino Gertz mit einem Lächeln im Gesicht.

Von der ganzen Aktion ahnte Gertz nichts. "Erst als ich auf dem Traktor saß, konnte ich mir denken, dass irgendetwas Verrücktes geplant war", sagte Gertz.

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erstellt am 15.Aug.2013 | 01:14 Uhr

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