Bogenschützen zielen auf April

Die Boho-Bogis mit Spartenleiterin Claudia Maik-Pinnow können vorerst aufatmen: Sie haben eine Trainingsfläche gefunden.
Die Boho-Bogis mit Spartenleiterin Claudia Maik-Pinnow können vorerst aufatmen: Sie haben eine Trainingsfläche gefunden.

Die „Boho-Bogis“ dürfen neben dem TuS-Rasenplatz trainieren / Pfeilfangvorrichtung soll nächsten Monat errichtet werden

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29. März 2018, 17:55 Uhr

Die Gemeindervertreter Borstel-Hohenradens haben während ihrer Sitzung am Dienstagabend eine lang ersehnte Entscheidung getroffen: Die Boho-Bogis, also die Bogensport Sparte des TuS Borstel-Hohenradens, dürfen künftig auf einer Freifläche direkt neben dem Rasenplatz des TuS trainieren. Die kleine Gruppe Bogensportler hatte seit 2013 händeringend nach einer geeigneten Fläche gesucht, und hatte dabei mit teils paradoxen Verwaltungstechnischen Problemen zu kämpfen (unsere Zeitung berichtete). Obwohl einzelne Sportler der Gruppe sich für die Landesmeisterschaften 2018 qualifiziert haben, stand die Sparte aufgrund mangelnder Trainingsmöglichkeiten kurz vor der Auflösung. Die ist jetzt vom Tisch.

Die Lösung scheint auf der Hand zu liegen. Warum kam man nicht schon lange auf die Idee? Eigentlich hatten Claudia Meik-Pinnow und TuS Vorsitzender Rolf Sieberkrob das Bogenschießen in unmittelbarer Nähe der Fußballer immer verhindern wollen. „Der Bogensport fällt zwar nicht unter das Waffengesetz, aber de facto sind die Pfeile gefährlich“, erläutert Meik-Pinnow auf Nachfrage unserer Zeitung. Eine Pfeilfangvorrichtung und ein Streifen von fünf Metern zum Spielfeld sollen die Sicherheit gewährleisten. Sie sind laut Sieberkrob den Vorschriften nach ausreichend. „Ich finde dennoch, dass hier zu unterschiedliche Sportarten auf dichtem Raum ausgeübt werden und habe ein Unwohlsein dabei“, so der Vorsitzende. Diese Bedenken teilt auch Meik-Pinnow. „Aber unsere Bogenschützen sind alle sehr diszipliniert und verantwortungsbewusst“, sagt sie. Der Sportplatz werde ab 16 Uhr von den Fußballern genutzt, erläutert Sieberkrob. „Jetzt müssen wir zusammenrücken“, sagt der Vorsitzende. „Wir werden sehen, ob und wie es funktioniert. Wir sehen es noch nicht als endgültige Lösung an.“

Eigentlich hatte Sieberkrob darauf gehofft, dass die im jüngsten Bericht unserer Zeitung von Kreissprecher Oliver Carstens in Aussicht gestellte Gesprächsbreitschaft ein Entgegenkommen hinsichtlich einer zeitlich befristeten Nutzungserlaubnis der nach Sieberkrob eigentlich idealen Fläche neben der Feuerwache gegolten hatte. Dennoch: „Ich bin froh, dass wir überhaupt eine Lösung haben“, so der Vorsitzende.

Die Aufstellung der Pfeilfangvorrichtung kann nach dem Beschluss der Gemeindevertreter nun in Angriff genommen werden: Das Projekt wird mit 2500 Euro überschaubare Kosten verursachen. Rund 500 Euro davon wird der TuS selbst bezahlen, weitere 500 Euro sind durch den Landessportverband förderungsfähig. Die verbleibenden 1500 Euro wird die Gemeinde Borstel-Hohenraden zuschießen. Die Gemeindevertreter stimmten geschlossen dafür.

Bereits im Laufe des Monats April rechnen Sportler und Politiker damit, die neue Trainingsfläche einweihen zu können. Meik-Pinnow hat bereits neuen Elan geschöpft: „Jetzt können wir auch wieder Schnupperstunden anbieten und neue Mitglieder werben. Wir wollen mehr werden.“

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