Schützen in Halstenbek : Bogenschießen wird immer beliebter

Der Trendsport Bogenschießen ist auch im Schützenverein Halstenbek längst angekommen. Um dem Rechnung zu tragen, will der Vereinsvorstand die Anlage erweitern. Doch wer die Kosten für die Bauleitplanung tragen soll, ist noch nicht geklärt.
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Der Trendsport Bogenschießen ist auch im Schützenverein Halstenbek längst angekommen. Um dem Rechnung zu tragen, will der Vereinsvorstand die Anlage erweitern. Doch wer die Kosten für die Bauleitplanung tragen soll, ist noch nicht geklärt.

Der Halstenbeker Schützenverein will seine Sport-Anlage erweitern.

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22. Juli 2015, 12:00 Uhr

Halstenbek | Bogenschießen – die kontemplativ-introvertierte Sportart ist voll im Trend. Das spürt auch Günter Steffen, Chef des Halstenbeker Schützenvereins. Mehr als 40 Mitglieder suchen die innere Ruhe beim Schuss ins Schwarze. Grund genug für Steffen und seine Sportskameraden, der vermehrten Nachfrage gerecht zu werden: Westlich des Schützenhauses plant der Verein die Errichtung eines Bogenschießplatzes. Doch noch mauert die Politik.

Die Entscheidungsträger lauschten während der jüngsten Sitzung des Bauausschusses interessiert dem Vortrag von Steffen. Dazu sagte der Vereinsboss: Der Verein sei Eigentümer der Flurflächen um das Schützenhaus. Ein Teil sei ausgewiesen als SO-Sportanlage, der Rest Grün- und Waldflächen. Steffen im Wortlaut: „Die Waldfläche soll als Waldfläche erhalten bleiben. Die Fläche zwischen Gebäude und Wald möchten wird als Bogenschießplatz herrichten.“ Wichtig sei ihm, zu betonen, dass keine Gebäude errichtet werden sollen. Trotzdem: „Wir bitten um Änderung des F-Plans in SO-Sportanlage.“

Doch als es um die Kostenübernahme im Zuge der F-Planänderung ging, waren die Fronten relativ schnell verhärtet. Wer einen Antrag stellt, müsse auch dafür die Rechnung begleichen, hieß es in Politikerkreisen. Steffen sieht das naturgemäß anders. Und hofft. Und pokert. Und verweist darauf, dass sich immer mehr für den Sport anmelden würden, beispielsweise die naheliegende Schule an der Bek habe sich für drei Nachmittage in der Woche Plätze reserviert.

F-Planänderung zwingend erforderlich

Gisela Sinz-König, Chefin des Halstenbeker Bauamts, will dem nach ihren Worten gefragten und von der Gesellschaft gewollten Sport keine Steine in den Weg legen. Verweist aber darauf, dass eine F-Planänderung zwingend sei und sich derjenige, der einen Antrag stellt, auch den Kosten stellen müsse.

Eine Entscheidung über das weitere Vorgehen ist laut Sinz-König erst Ende des Jahres zu erwarten. Denn: Die Tagesordnung für die Sitzung des Bauausschusses im September quillt vor Themen über. Fakt ist: „Im Haushalt 2015 stehen für diese Bauleitplanung keine Mittel zur Verfügung. Sollte die Gemeinde die Planungskosten übernehmen wollen, müssten entsprechende Haushaltsmittel für den Haushalt 2016 angemeldet werden“, heißt es in der Vorlage der Verwaltung.

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