Bönningstedt legt seine Ziele fest

Viel erreicht, noch vieles vor: Bürgermeister Peter Liske (BWG) im Gespräch

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03. Januar 2018, 16:00 Uhr

Die Liste der Aufgaben, die Anfang 2017 vorlag war lang. Was erledigt wurde und welche Vorhaben noch andauern berichtet der Bürgermeister der Gemeinde, Peter Liske (BWG).

Frage: Welche Projekte konnten 2017 umgesetzt werden?

Peter Liske (BWG): 2017 haben Bönningstedt, Hasloh und Ellerbek eine Einigung über die Trägerschaft der Schule Rugenbergen in der von uns favorisierten Form mit drei Trägergemeinden erzielt. Der Anbau an das Feuerwehrhaus ist fast fertiggestellt. Für die Integration der Krippengruppe der Zwergenhütte aus der vorübergehend genutzten Altentagesstätte in das Hauptgebäude der Kindertagesstätte wurden die politisch nötigen Beschlüsse gefasst.

Die Sanierung der Grundschulturnhalle wurde 2017 fortgeführt, der Bolzplatz saniert und pünktlich zum Jahresende die Heizung der Friedhofskapelle erneuert. Die Stunden für die Leiterin des Kinder- und Jugendzentrums (KiJu) konnten deutlich aufgestockt werden, so dass die Zusammenarbeit mit Hasloh nun „auf Augenhöhe“ stattfindet. Gemeinsam mit der AKN konnten die Ursachen für die langen Schrankenschließzeiten ermittelt werden.

Was sind die wichtigsten politischen Vorhaben für 2018 im Dorf?
2018 müssen zum einen die angefangenen Bauprojekte weitergeführt werden, darunter der Umbau der Zwergenhütte, die Brücke am Garstedter Weg und der Notausgang aus dem Obergeschoss des Feuerwehrhauses. Ich hoffe auf eine Besserung bei den Schrankenschließzeiten. Zum anderen brauchen wir eine Klärung der Weiterentwicklung der Nahversorgung.

Für den Marktplatz bin ich sehr optimistisch, dass wir die noch offenen Fragen schnell klären können. Das sehe ich auf dem bisherigen Fromme-Gelände weiter südlich noch nicht ganz so, zumal weder geklärt ist, warum der Investor nach dem von ihm gewünschten Beschluss der Gemeindevertretung nun doch eine kleinere Lösung anstrebt, noch was mit dem Bunge-Gelände geschehen soll, das der Auslöser für die ganze Diskussion war. Hier erhoffe ich mir, dass die Bürger noch vor der Kommunalwahl transparent informiert werden.

Worum wollen sie sich im neuen Jahr mehr kümmern?
Zum einen die Aktion „Der Bürgermeister vor Ort“ fortsetzen, also Sprechstunden bei den Bürgern zu Hause und ein jährlicher Rundgang durch alle Straßen, der vorher angekündigt wird. Zum anderen Fortsetzung der Instandsetzungsarbeitan von Wegen, die für mobilitätseingeschränkte Mitbürgerinnen und Mitbürger Hindernisse darstellen. Hier ist ein Gespräch mit der Verwaltung und der ausführenden Baufirma wegen der schleppenden Umsetzung nötig.
Mit welchen guten Vorsätzen starten Sie ins neue Jahr?
Mehr Zeit für meine Familie finden.

Treten Sie bei der Kommunalwahl im Mai erneut als Bürgermeister an?
Ich will wieder zur Kommunalwahl antreten. Die Vergabe des für die Bürgermeisterwahl nötigen vorderen Listenplatzes obliegt der Mitgliederversammlung der BWG.

Wie steht es um die Ausrichtung für die kommenden Jahre?
Die Gemeinde ist gut für die Zukunft aufgestellt. In den vergangenen zehn Jahren meiner Bürgermeistertätigkeit hat die Gemeinde viele sachfremde und kostenintensive Aufgaben an Fachleute abgegeben, etwa beim Abwasser, und den ehemalige Bürgerstuben, beziehungsweise schlankere Lösungen gefunden. Hier wäre die Übertragung der Verwaltung vom Amt Pinnau zur Stadt Quickborn zu nennen.

Dennoch wurde der Investitionsstau deutlich reduziert: Feuerwehrhaus, Grundschulturnhalle und ehemaliges Amtsgebäude konnten aus- und umbegbaut werden. Dennoch haben sich die Schulden in der letzten Legislaturperiode trotz vorbildlicher und kostenintensiver Familieninfrastruktur nur noch um durchschnittlich 100 000 Euro jährlich erhöht. Die Verwaltung prognostiziert einen positiven Finanzplan im Haushalt bereits ab 2020.

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