Ellerbek : „Bloß keinen langen Rechtsstreit“

Für das Amt Pinnau ist der Gang vor ein Verwaltungsgericht ausgeschlossen.
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Für das Amt Pinnau ist der Gang vor ein Verwaltungsgericht ausgeschlossen.

Das Amt Pinnau will die Vermögensauseinandersetzung zügig abwickeln.

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30. Juni 2014, 12:00 Uhr

Ellerbek | Das Amt Pinnau will einen Rechtsstreit mit Bönningstedt und Hasloh unbedingt vermeiden. Der Amtsausschuss sprach sich im Ellerbeker Kulturtreff dafür aus, sich bei der Vermögensauseinandersetzung auf die Moderation des Landrats zu verlassen und bei Unstimmigkeiten als letzte Instanz das schleswig-holsteinische Innenministerium entscheiden zu lassen. Der Gang vor ein Verwaltungsgericht wird ausgeschlossen. „Bis es dort zu einem Urteil kommt, könnten Jahre vergehen“, sagte Günther Hildebrand (FDP), Amtsvorsteher und Ellerbeker Bürgermeister. Das hätten Beispiele aus anderen Amtsgemeinden gezeigt. Mit einer solchen Hängepartie sei niemandem geholfen. „Ich bin sicher, dass wir dem Urteil des Landrats vertrauen können“, betonte Hildebrand.

Allerdings müssen auch Bönningstedt und Hasloh bereit sein, auf den Rechtsweg zu verzichten, was momentan eher unwahrscheinlich ist. Beide Kommunen haben das Amt bereits zum 1. Januar 2013 verlassen und werden seitdem von der Stadt Quickborn verwaltet.

Die Trennungsmodalitäten sind aber immer noch nicht geklärt. Strittig ist vor allem, was Hasloh und Bönningstedt an die im Amt verbliebenen fünf Gemeinden Ellerbek, Kummerfeld, Tangstedt, Prisdorf und Borstel-Hohenraden zahlen muss. Die Amtsmitglieder wollen sicherstellen, dass ihnen durch die Ausamtung keine zusätzlichen Kosten entstehen. So sollen Bönningstedt und Hasloh weiter für Räume im Rellinger Rathaus aufkommen, die das dort beheimatete Amt von Rellingen angemietet hat, aber nach dem Weggang zweier Kommunen nicht mehr braucht.

Genaue Zahlen für die Vermögensauseinandersetzung liegen noch nicht vor. Hildebrand geht davon aus, dass das Amt in den kommenden Wochen die Rechnung präsentieren wird. Wie hoch diese ausfällt, mochte der Amtsvorsteher nicht sagen. Er sei sehr darum bemüht, vor den Gesprächen kein Öl ins Feuer zu gießen.

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