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Schenefeld : Blau-Weiß ist Floorball-Hochburg

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Tempo, Spannung, Spielwitz: Schenefelds Spieler gehören zu den 25 besten Teams des Landes. Suche nach Sponsoren.

Schenefeld | Sie sind ein Aushängeschild, das kaum jemand kennt. Die Floorballer von Blau-Weiß 96 Schenefeld spielen in der zweithöchsten deutschen Spielklasse und gehören damit zu den 25 besten Teams des Landes. Dabei gibt es die Abteilung erst seit 2007. Inzwischen spielen 150 Sportler aus ganz Schleswig-Holstein und Hamburg in Schenefeld Floorball. Damit liegt Blau-Weiß in einer Rangliste der mitgliederstärksten Vereine Deutschlands auf Platz neun.

Beeindruckende Zahlen, die aber kaum Beachtung finden. Es gehe eben nur um eine Randsportart, stellt Philipp Lehmann fest. Der 22-Jährige ist Spielertrainer der Zweitligamannschaft und seit 2006 Anhänger der Sportart, die eine Mischung aus Eishockey und Hockey ist. In Sachen Bekanntheitsgrad mag der erst seit knapp 40 Jahren existierende Sport noch hinterherhinken, die Attraktivität sei jedoch enorm, stellt Lehmann fest. Im Gegensatz zum Fußball sei selbst ein Drei-Tore-Vorsprung ganz schnell verspielt. „Floorball ist die schnellste Mannschafthallensportart der Welt“, sagt der Trainer.

Tempo, Spannung, Spielwitz, simple Regeln – das sind die Merkmale des rasanten Spiels. „Es sind permanent alle in Bewegung“, berichtet der Coach. Floorball sei für alle ein ideales Hobby, die gerne schnell und viel laufen. Aber nicht nur für die: Wer es lieber gemütlich mag, kann dank des Spiels so richtig auf Touren kommen. „Bei dem Tempo lässt sich jeder mitreißen“, erklärt Lehmann schmunzelnd. Zudem sei die Sportart leicht zu erlernen.

Ursprünglich war Floorball mal für Eishockeyspieler gedacht, die in der Sommerpause etwas tun wollten, etablierte sich dann aber schnell als eigene Sportart mit Ligen, Verbänden und allem, was dazu gehört. Ein Vorteil gegenüber dem Eishockey liegt laut Lehmann auf der Hand. „Es muss nicht viel Geld für die Ausrüstung ausgegeben werden.“

In Schenefeld wird die Sportart jedenfalls immer beliebter. Es gibt inzwischen Jugendmannschaften in allen Altersklassen, mehrere Herrenteams und eine Damenmannschaft. Die Aktiven nehmen dabei ohne Murren etliche Strapazen auf sich. Selbst aus Flensburg und Itzehoe kommen die Floorball-Liebhaber nach Schenefeld, müssen also etliche Kilometer zurücklegen, um zwei Mal pro Woche beim Training zu sein.

Auch die Spiele sind nicht gerade um die Ecke. Frankfurt, Dortmund und bei ungünstigen Pokalauslosungen schlimmstenfalls sogar Konstanz – die Schenefelder kommen weit rum und betreiben einen für reine Amateure ungeheuren Aufwand. Deshalb sind die Floorballer immer auf der Suche nach Sponsoren und wünschen sich auch mehr Zuschauer, um zu zeigen, wie attraktiv die schnellste Hallensportart der Welt ist.

Floorball ist ein Spiel, das dem Hallenhockey und vor allem dem Eishockey ähnelt. Am weitesten verbreitet ist die Sportart mit mehreren 10.000 Spielern derzeit in Schweden, Finnland, Tschechien und der Schweiz. Gespielt wird mit einem federleichten Lochball, High-Tech-Kunststoffschlägern und auf einer bandenumrandeten Spielfläche. Der Floorball Verband Deutschland wurde 1992 in Clausthal-Zellerfeld gegründet. Dem Verband gehören  zirka 10.000 Mitglieder an. Wer mehr über den Sport wissen will, kann unter lehmann@floorball-sh.de Kontakt zu Trainer Philipp Lehmann aufnehmen.
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erstellt am 06.Okt.2014 | 10:00 Uhr

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