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Kulturkreis in Pinneberg : Bläser und Klavier zum großen Finale

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Auf dem Notenständer: Georges Onslow, Ludwig van Beethoven und Albéric Magnard.

shz.de von
erstellt am 17.Mär.2015 | 15:00 Uhr

Pinneberg | Die letzte Note in dieser Saison ist verklungen – mit den Musikern SooJin Anjou (Klavier), Jürgen Franz (Flöte), Nicolas Thiébaud (Oboe), Rupert Wachter (Klarinette), Christian Kunert (Fagott) und Bernd Künkele (Horn) verabschiedete sich der Pinneberger Kulturverein jetzt in die Pause. Auf dem Notenständer: Georges Onslow, Ludwig van Beethoven und Albéric Magnard.

Der musikalische Leiter Cord Garben führte erneut mit Anekdoten durch das Programm. „Onslow galt als französischer Beethoven und sein Schicksal war ähnlich: Nach einem Jagdunfall 1829 wurde er durch eine Gewehrkugel auf einem Ohr taub, die Kugel blieb lebenslang in seinem Hals stecken“, berichtete er. Ein Ereignis, das Onslow musikalisch im sogenannten Kugelquintett verarbeitete. Gespielt wurde jedoch sein Bläserquintett F-Dur op. 81, das mit homophonen und polyphonen Passagen spielte, in denen sich die Musiker die Melodie gegenseitig zuwarfen.

Beethovens Quintett Es-Dur op. 16 brachte laut Garben einen Dialog der einzelnen Instrumente. Dabei kam besonders schön das harmonische Zusammenspiel und die warme Klangfarbe der Holzbläser mit dem einen Blechinstrument und dem Klavier heraus. Die vielen homophonen forschen Quarten, die zum Teil in Moll für wahre Dramatik sorgten, erinnerten an Jagdrufe. Hornist Künkele spielte ganz auf seine leiseren Kollegen abgestimmt, und Pianistin Anjou brillierte mit den präzise herausgearbeiteten Läufen auf der Tastatur.

Den Abschluss bildete Magnards Quintett d-Moll op. 8. Das Werk mit sanften Passagen, die gegen ruppig-brachiale Ausbrüche gesetzt waren, gliedert sich in vier Sätze in den namensgebenden Stimmungen „sombre“, „tendre“, „léger“ und „joyeux“. Jeder einzelne bot abwechselnde Soli für alle fünf Musiker. Die Holzbläser Franz, Thiébaud, Wachter und Kunert – nutzten das aus und gaben mit vollem Körpereinsatz Gas.

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