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Überraschung in Pinneberg : Bis Mai Fußball in der Kaserne

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

VfL und SC Pinneberg dürfen die Sportplätze auf dem Eggerstedt-Gelände bis Ende April nutzen. Die Vereine wollen eine langfristige Lösung.

shz.de von
erstellt am 24.Okt.2013 | 00:32 Uhr

Die gute Nachricht kam unverhofft für Uwe Hönke. In der Einwohnerfragestunde teilte SPD-Ratsherr Herbert Hoffmann dem Geschäftsführer des VfL Pinneberg mit, dass sein Verein die Sportplätze auf der ehemaligen Eggerstedt-Kaserne noch bis zum 30. April 2014 nutzen kann. Bürgermeisterin Urte Steinberg hatte die Verlängerung der im Oktober auslaufenden Nutzungsvereinbarung eigentlich erst in einigen Tagen verkünden wollen. Egal ob so geplant war oder nicht – Hoffmanns Botschaft erfreut Hönke, der aber auch betont: „Da vorerst nicht gebaut wird, wäre es auch Unsinn gewesen, uns nicht auf die Plätze zu lassen.“ Gemeinsam mit Claus Ricke, dem Vereinschef des SC Pinneberg, hatte Hönke zuletzt mit Nachdruck auf die Platznot bei den Pinneberger Sportvereinen hingewiesen (diese Zeitung berichtete).

Nach dem B-Plan für das Kasernengelände sollen die beiden Sportplätze aufgegeben werden. Bauamtschef Klaus Stieghorst hatte den Erhalt ausgeschlossen. Auf dem Areal sollen Wohnungen entstehen, die Lärmbelastung sei zu hoch. Ricke und Hönke hatten dies bedauert, schließlich sei auf dem Eggerstedt-Gelände eine komplette Infrastruktur mit Umkleidekabinen und Duschen vorhanden. Um so wichtiger ist für die Vereinschefs die Suche nach einer dauerhaften Lösung. „Ich erwarte von Politik und Verwaltung, dass sie sich Gedanken über einen Plan B machen“, so Hönke. Ricke gibt darüber hinaus zu bedenken: „Wenn das Gelände bebaut wird, kommen ja auch mehr Menschen nach Pinneberg, die sicher auch im Verein Sport betreiben wollen.“ Steinberg betont, das Thema zu verfolgen. „Wir werden – aller Voraussicht nach ab Januar – die Sportanlagen in Pinneberg systematisch begehen.“ Dann wolle man gemeinsam mit den Vereinen entscheiden, wo Handlungsbedarf bestehe. Hoffmann sagt: „Die Verwaltung überprüft alle nutzbaren Flächen Pinnebergs“, ein Standort für mögliche neue Sportplätze werde gesucht.

Zumindest bis Ende April können Fuß- und Faustballer weiter auf dem Kasernengelände spielen. „Ich bin hocherfreut“, kommentierte Ricke. Er habe die guten Nachrichten direkt an die Spartenleiter weitergegeben. Das fehlende Flutlicht schränke die Benutzung der Plätze mit schwindendem Tageslicht allerdings ein. „Zumindest unsere Jugendmannschaften fangen aber früh genug an.“ Für das Frühjahr hofft Ricke dann auf eine weitere Verlängerung.

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