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Pinneberger Tageblatt

19. Oktober 2017 | 02:55 Uhr

Bilsen : Bilsen will mehr Neubaugebiete

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Finanzielle Lage der Gemeinde soll durch Grundstücksverkäufe verbessert werden / Landesplanung bislang gegen diese Pläne

shz.de von
erstellt am 19.Jan.2016 | 14:30 Uhr

Bilsen | Die finanzielle Lage Bilsens ist angespannt. Trotzdem wird investiert, um die Attraktivität des Dorfes zu erhalten. Bilsens Bürgermeister Peter Lehnert (CDU) gab beim traditionellen Neujahrsempfang der Gemeinde im Gasthof „Zur Bilsener Mühle“ einen Rückblick auf das vergangene Jahr sowie eine Vorschau auf 2016.

Etwa 70 Besucher, darunter viele junge Familien mit Kindern, nutzten die Einladung, um sich zu informieren. Lehnert begrüßte Barmstedts Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos) und Quickborns Bürgermeister Thomas Köppl (CDU). Auch der Amtsdirektor des Amts Rantzau, Heinz Brandt, und sein Stellvertreter Reimer Offermann waren unter den Gästen. Heike Beukelmann von der Kreis-CDU besuchte die Versammlung ebenso wie Norbert Steenbock von der Raiffeisenbank, die eine Filiale in Bilsen unterhält. Auch Vertreter von Vereinen und Verbänden waren zugegen.

Lehnert teilte mit, dass das Dörpshuus teilsaniert wurde. „Wir haben in neue Fenster investiert, um Heizkosten zu sparen, sowie Fluchttüren eingebaut“, sagte er. Erfreuliches wusste Lehnert von dem neuen Baugebiet Klosterkoppel zu berichten. „Die Vergabe der Grundstücke ist so gut wie abgeschlossen“, sagte er. Die ersten Häuser seien bezogen, Straßenlaternen in Betrieb genommen. „Die Nachfrage junger Familien nach Baugrundstücken ist ungebrochen hoch“, so Lehnert. Allein die Landesplanung sträube sich, grünes Licht für die Ausweisung weiterer Bauflächen in der Gemeinde zu geben.

„Die benötigen wir jedoch, um einen finanziellen Ausgleich zu schaffen“, sagte Lehnert und weiter: „Da müssen wir noch dicke Bretter bohren.“ Hart für die Gemeinde sei der kommunale Finanzausgleich gewesen. „2015 mussten wir mit 30.000 Euro weniger Finanzzuweisung auskommen“, sagte er. Bei einem netto Haushaltsvolumen von einer Million Euro pro Jahr könne Bilsen lediglich über 0,5 Prozent frei bestimmen. Alles andere sei zweckgebunden. „Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen halten wir die Infrastruktur aufrecht“, so Lehnert.

Neuer Gemeindebus

Das Augenmerk liege auf verlängerte Zeiten in der Kinderbetreuung sowie die Einrichtung einer Krippe. Geld in die Hand genommen werde für die Anschaffung eines neuen Gemeindebusses sowie die Sanierung der Kanalisation in Teilbereichen. Bei der öffentlichen Beleuchtung würden kaputte Birnen jetzt durch energiesparende LED-Lampen ersetzt.

„Große Sprünge kann die Gemeinde nicht machen, trotzdem bleibt Bilsen als gemütlicher Ort zwischen den beiden Metropolen Quickborn und Barmstedt sowie als Standort nahe Hamburg attraktiv“, sagte er schmunzelnd. Viele Besucher suchten nach dem offiziellen Teil das Gespräch mit dem Bürgermeister.

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