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Ellerbeks Schüler lernen digital : Bildungsministerin Britta Ernst besucht die Modellgrundschule

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Beim Besuch der Klasse 4a stand das Thema „Strom sparen“ auf dem Lehrplan.

von
erstellt am 16.Apr.2016 | 10:00 Uhr

Ellerbek | Wie sieht digitales Lernen in der Realität aus? Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) verschaffte sich gestern einen Eindruck vor Ort – an der Ellerbeker Hermann-Löns-Schule, die vergangenes Jahr einen Geldpreis für die weitere Ausstattung erhielt und sich seitdem digitale Modellschule nennen darf.

Beim Besuch der Klasse 4a stand das Thema „Strom sparen“ auf dem Lehrplan. Ein kurzer Film zeigte auf, an welchen Stellen in einem Haushalt Energie gespart werden kann. Danach mussten die Kinder in Zweier-Teams dazu passende Aufgaben am Tablet lösen. „Wer damit fertig ist, darf anschließend das Energie-Quiz machen“, spornte die Lehrerin ihre Schüler an.

In Klasse 3a war Englischunterricht an der Reihe. Auch hier gab es einen Film zu sehen: Die Figur Red, eine rote Socke, soll sich ein Hobby suchen, statt immer nur fernzusehen. Anschließend sollten die Kinder auf Arbeitsblättern Fragen zu dem Film beantworten. In Klasse 4b schließlich wurden Wortarten geübt. Dazu sollten beispielsweise Adjektive auf dem Touchscreen des Tablets per drag-and-drop an der passenden Stelle eingesetzt werden.

Umgang mit Medien ist Alltag geworden

„Ich bin beeindruckt von dem, was ich heute hier gesehen habe – eine komplett kreidefreie Schule. Das war eine mutige Entscheidung“, lobte die Ministerin im anschließenden Gespräch. Es sei spürbar, dass das ganze Kollegium sich auf die neuen Medien einlasse und diese ganz selbstverständlich in den Unterricht integrierten. „Man sieht, dass die Kinder an dieser Art zu lernen Freude haben – und die Lehrer auch“, sagte Ernst.

Ziel der Ministerin ist es, Bildungsstandards für das Lernen mit digitalen Medien zu entwickeln. Gegenwind von Eltern oder Lehrkräften habe sie dabei bislang nicht erlebt. „Alle wissen, dass unsere Kinder hier Kernkompetenzen im Umgang mit dem Computer erlernen“, betonte Ernst. Die Debatten in Feuilletons über die Sinnhaftigkeit des Einsatzes gingen an der Realität vorbei. „Alle Schulen sollen sich auf den Weg machen“, forderte die Ministerin.

Dabei gehöre auch die Medienerziehung unbedingt zu den Lerninhalten. „Wir vermitteln den Kindern schon hier in der Grundschule Sicherheitsstandards und thematisieren beispielsweise auch Cybermobbing“, bestätige Schulleiterin Thorina Nielsen. Angst vor einem unerwarteten Stromausfall hat sie nicht: „Wir arbeiten ja auch mit Büchern und Heften – die Mischung macht’s“, sagte sie.

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