Stadtradeln 2018 : Bike-Night-Premiere: Trotz Regen waren mehr als 100 Radfahrer dabei

Thomas Lippert vom ADFC Wedel führte die Bike-Night mit seinem Liegerad an.
Thomas Lippert vom ADFC Wedel führte die Bike-Night mit seinem Liegerad an.

Die erste Auflage der Aktion von den ADFC-Gruppen im Kreis Pinneberg wurde vom Wetter beeinträchtigt.

shz.de von
04. Juni 2018, 10:15 Uhr

Kreis Pinneberg | Blaulicht durzuckte am Samstag etwa eine Stunde vor Mitternacht die Wedeler Marsch und näherte sich gemächlich dem Haseldorfer Hafen. Als das Führungsfahrzeug über die Deichkuppe gefahren war, ertönte das Klingeln von etwa 50 Fahrradklingeln. Die erste Gruppe der ersten „Bike Night“ im Kreis Pinneberg im Rahmen des Stadtradelns hatte ihr Ziel erreicht.

Musik an Bord hatte Mathias Herrmann.
Bastian Fröhlig
Musik an Bord hatte Mathias Herrmann.
 

Etwa 50 Radler waren in Uetersen und Tornesch, 30 in Wedel und 25 in Pinneberg gestartet. Einige hatten sich spontan unterwegs angeschlossen. Bis zum Kreisel in Appen-Etz fuhren die Gruppen allein, von dort aus wurden sie von der Polizei eskortiert. „Wir haben eine Demonstration angemeldet, damit wir entsprechende Begleitung haben“, erläuterte Organisator Thomas Lippert vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) Wedel, der die Ausfahrt auf seinem Liegerad anführte.

Polizei fährt voraus

„Zwischen Appen-Etz und Holm sind auf der Straße 100 Kilometer pro Stunde erlaubt. Da war es uns sicherer, wenn die Polizei vorausfährt und hinter uns absichert“, erläuterte Lippert, der die Sternfahrt zum Haseldorfer Hafen zusammen mit den Ortsgruppen Halstenbek, Uetersen, Tornesch, Elmshorn und Pinneberg auf die Beine gestellt hat. „Ich bin mit der Premiere sehr zufrieden“, sagte er. „Wir hatten auf ein paar mehr Teilnehmer gehofft, aber der Regen hat uns das kaputtgemacht“, bilanzierte Ulf Brueggmann, Sprecher des ADFC Pinneberg. Mit bis zu 300 Teilnehmern hatten die Organisatoren gerechnet. „Aber für das erste Mal und dafür, dass die Werbung nicht hundertprozentig funktioniert hat, sind wir zufrieden“, sagte Lippert.

Volker Schönberg stärkte sich mit einem Fischbrötchen.
Bastian Fröhlig
Volker Schönberg stärkte sich mit einem Fischbrötchen.
 

Volker Schönberg aus Schnelsen hatte sich kurzfristig für die Ausfahrt entschieden. Am Sonnabend hatte er von der Sternfahrt gelesen. „Ich fahre gern Rad. Es hat zwar geregnet, aber die Wetter-App hat gesagt, dass alles gut wird und das wurde es auch“, sagte er. „Ich mag es, in der Gruppe zu fahren. Das ist einfach schöner“, erläuterte er.

Mobile Disco

Gespräche konnte aber nur führen, wer nicht direkt neben Mathias Herrmann aus Klein-Nordende fuhr. Er hatte einen Fahrradanhänger mit Boxen, Autobatterie und Lichterketten zur mobilen Disco umgebaut. „Ich fahre ohnehin viel Rad und mag Musik. Das passte einfach gut zusammen“, sagte er.

Das Stadtradeln läuft noch bis zum 17. Juni und endet mit einer Sternfahrt nach Hamburg. „Wir hoffen, dass sich da noch einige Teilnehmer einfinden, damit wir mit einer großen Gruppe in die Hansestadt kommen“, sagte Lippert.

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